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Ammersee
24.11.2022

Viele Zugvögel überwintern am Ammersee

Tausende Wasservögel überwintern derzeit am Ammersee. Unser Bild zeigt eine Ansammlung von Tafel-, Reiherenten und Blässhühnern am Ammersee-Südende.
Foto: Norbert Pilters

Bis zu 20.000 Wasservögel überwintern am Ammersee. Um die Tiere nicht unnötig aufzuschrecken, gibt es einige Regeln zu beachten.

Es mag überraschen, doch der Winter ist die sensibelste Zeit für Wasservögel am Ammersee. Täglich kommen weit gereiste Zugvögel an, um hier zu rasten oder den ganzen Winter zu verbringen. Bis zu 20.000 Wasservögel halten sich dann gleichzeitig am See auf. Der Ammersee, wie auch der Starnberger See, zählen deshalb als „Ramsar-Gebiete“ zu den Feuchtgebieten internationaler Bedeutung und sind als europäische Natura 2000-Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Damit diese Rückzugsorte für die weit gereisten Zugvögel erhalten bleiben, gilt auf den Seen die „Winterruhe für Wasservögel“. Sie dauert noch bis 31. März. Alle Wassersportler sind in dieser Zeit angehalten, auf die Befahrungen der Seen zu verzichten.

„Die Segelvereine und Wassersport-Stationen unterstützen seit Jahrzehnten diese freiwilligen Vereinbarungen und helfen dem Vogelschutz am Ammersee, indem sie ihren Betrieb einstellen“, lobt Markus Meßner, Gebietsbetreuer am Ammersee. „Ebenso hat sich der Bayerische Ruderverband angeschlossen und nimmt Rücksicht.“ Auch am Starnberger See arbeitet Gebietsbetreuerin Andrea Gehrold seit Jahren erfolgreich mit Vereinen und Werften zusammen, auch hier gilt die „Winterruhe für Wasservögel“. 

Immer mehr Wassersportler im Winter unterwegs

Mittlerweile sind jedoch immer mehr private Wassersportler im Winter unterwegs, die – oft aus Unwissenheit – große Störungen verursachen. „Im Herbst und Winter ist der Ammersee ein notwendiger Rückzugsort für Zehntausende Wasservögel. Die Wasservogelzählung im Oktober dieses Jahres ergab schon knapp 17.000 Wasservögel, im November waren es bereits über 19.000 Tiere und die winterliche Hochsaison kommt hier erst im Dezember und Januar“, erzählt Jana Jokisch, Gebietsbetreuerin am Ammersee.

„In ihren Brutgebieten wie Russland oder Skandinavien sind Seen und sogar Flüsse im Winter zugefroren. Daher ziehen die Wasservögel weite Strecken, um zu den großen, meist eisfreien Voralpenseen zu gelangen. Ringfunde belegen, dass unter anderem die Reiherente bis zu 8000 Kilometer aus Russland östlich des Urals zurücklegt, um bei uns zu überwintern“, weiß Jokisch. Die Tiere kommen aus wenig bevölkerten Regionen, in denen sie teilweise auch bejagt werden. Darum reagieren sie oft sehr scheu auf die Anwesenheit von Menschen. Sie schließen sich im Winter zu großen Trupps von mehreren Tausend Vögeln in Flachwasserbereichen zusammen, um zu ruhen oder Nahrung zu sammeln.

In der Fischener Bucht halten sich bis zu 10.000 Vögel auf

In der Fischener Bucht bei Aidenried halten sich stellenweise bis zu 10.000 Vögel gleichzeitig auf. „Da kann schon ein einziger Surfer, Kiter, Stand-Up-Paddler oder Kajakfahrer der Grund sein, warum Hunderte Vögel auffliegen müssen“, weiß Markus Meßner. „Dieses vermeintlich anmutige Naturschauspiel ist in Wahrheit ein wahnsinniger Energie-verlust für die Vögel“. Energie, die sie brauchen, um den Winter zu überstehen und im Frühjahr wieder zurück in ihre Brutgebiete im Norden zu fliegen. Ein erfolgreicher Schutz der Wasservögel im Winter hier am Ammersee trägt zum Bruterfolg dieser Tiere und so zum Bestandserhalt bei. Besonders die privaten Wassersportler möchten die Gebietsbetreuer und Gebietsbetreuerinnen vom Ammersee besser erreichen. 

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„Der Erhalt vieler Wasservogelarten wird direkt durch eine naturverträgliche Ausübung des Wassersports unterstützt. Dazu zählt vor allem die Winterruhe für Wasservögel. Jeder kann dazu beitragen“, so die Fachleute. „Davon hängt die internationale Bedeutung unseres Ramsar- und Vogelschutz-Gebietes ab.“ Wichtig ist die Störungsfreiheit, besonders in flachen Seebereichen. Hier können die Vögel nach Nahrung tauchen und ruhen. Am Ammersee sind das im Winter die gesamten Südbuchten zwischen Dießen und Froschgartl, die Nordbucht zwischen Schondorf und Breitbrunn, sowie die Herrschinger Bucht. 

Abstand halten und Schilfbereiche meiden

Trifft man auf große Vogelansammlungen, sollte man unbedingt einen Abstand von mindestens 300 Metern halten. Ufer- und Schilfbereiche sollten generell gemieden werden. (AZ)

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