Auch in diesem Jahr pilgerten am Samstag, den 9. Mai, Angehörige und Bekannte der Katholischen Stadtpfarreien Zu den Heiligen Engel und Maria Himmelfahrt aus Landsberg wieder auf den Heiligen Berg Bayerns nach Andechs. Die Landsberger Fußwallfahrt hat sich mittlerweile herumgesprochen, sodass auch eine kleine Fußwallfahrergruppe aus dem nördlichen Mittelfranken daran teilnahm.
Der Start erfolgte um 2.45 Uhr an der Heilig-Engel-Kirche. Mit Gebeten, Meditationstexten und Liedern, begleitet von drei Bläsern, machte sich die Gruppe auf den Weg durch die Stadt in Richtung Ammersee. Nach einem fantastischen Sonnenaufgang um 5:30 Uhr - für viele eine ganz besondere Wallfahrtserfahrung - pilgerten die circa 75 Gläubigen über Achselschwang - dort gab es Kaffee und Butterbrezen - nach Utting weiter. Dort trafen sie auf weitere Fußwallfahrten aus der östlichen und nördlichen Umgebung und setzten gemeinsam mit dem Dampfer Dießen in circa 20 Minuten nach Herrsching über. Der gemeinsame, sechs Kilometer lange, Aufstieg durch das Kiental nach Andechs war nach bereits 25 Kilometern langem Fußmarsch und den letztlich 144 Treppen zur Kirche hoch für alle Teilnehmenden Wallfahrer*innen nochmals eine echte körperliche Herausforderung.
Oben gab es den ersten kirchlichen Empfang von Weihwasser von einem Pater. Beim anschließenden Dankgottesdienst um 11 Uhr in der voll besetzten Wallfahrtskirche predigte Landsbergs Stadtpfarrer Gregory Herzel über die Anfangsbuchstaben von „Andechs“: A wie Anstrengung, N wie Nachdenken, D wie Durchhalten, E wie Entlastung, C wie Christus, H wie Hax'n und S wie selig. Für seine kurze aber sehr gelungene Auslegung erhielt Herzel spontanen Applaus von den Gottesdienstbesucher*innen. Im Anschluss ließen sich die Fußwallfahrer*innen im Andechser Biergarten das Bier und die knusprige Schweinshax'n schmecken, bevor alle wohlbehalten sowie gestärkt an Geist und Körper die Heimreise nach Landsberg antraten.
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