Startseite
Icon Pfeil nach unten
Ammersee
Icon Pfeil nach unten

Dießen: Die Richtkrone grüßt vom Dach des neuen Carl-Orff-Museums in Dießen

Dießen

Die Richtkrone grüßt vom Dach des neuen Carl-Orff-Museums in Dießen

    • |
    • |
    Beim Hebauf auf der Baustelle des neuen Carl-Orff-Museums schwebte am Mittwochnachmittag die Richtkrone ein.
    Beim Hebauf auf der Baustelle des neuen Carl-Orff-Museums schwebte am Mittwochnachmittag die Richtkrone ein. Foto: Christian Rudnik

    Die Liste der Ehrengäste aus Kultur, Regierung und Kommunalpolitik, die Judith Janowski, Generalsekretärin der Carl-Orff-Stiftung, am Mittwoch, genau am 129. Wiegenfest des Komponisten, zum Richtfest des neuen Carl-Orff-Museums (COMU) begrüßen durfte, war lang. Im kommenden Jahr, ebenfalls am 10. Juli, soll anlässlich des 130. Geburtstags von Orff das neue Museum am Ziegelstadel festlich eröffnet werden.

    Im Dezember feierten wir die Grundsteinlegung und es musste uns das Orff-Zitat ,Alles ist Fantasie‘ helfen, um uns die Verwandlung von Papier zu einem Museum aus Beton und Edelstahl vorzustellen. Und jetzt ist aus dem Papier dies eindrucksvolle Gebäude geworden“, freute sich Janowski vor der Kulisse des Rohbaus.

    Altbürgermeister Herbert Kirsch ist der Erfolgstrainer beim Carl-Orff-Museum

    Und gleich zwei Trainer brachte die Generalsekretärin ins Spiel: Bundestrainer Julian Nagelsmann habe ihr aus der Seele gesprochen, als er nach dem EM-Aus sagte: „Wichtig ist es, dass die Menschen sich wieder begegnen und in Gemeinschaft Dinge bewegen, sich austauschen und sowohl Antworten als auch Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen finden“. Genau dafür danke sie dem „Erfolgstrainer vom FC Ziegelstadel, Altbürgermeister Herbert Kirsch“. Das kleine Team der Carl-Orff-Stiftung sei Dank Kirschs langjährigem Engagement nun auf dem besten Wege, das Projekt Carl-Orff-Museum erfolgreich zu beenden. Bald werde es am Ziegelstadel einen Ort geben, der nicht nur das Werk und das Leben eines Ausnahmekünstlers präsentiere, sondern auch einen Ort der Begegnungen, der Austausch und Kreativität fördere. „Ich lade Sie alle ein, unser Team zu unterstützen“, betonte Janowski.

    Die Mitarbeiter der Firma Lutzenberger (von links) Bauleiter Torsten Huhle, Lukas Schröhter (Arbeitsvorbereitungen) und Polier Christoph Mayer beim Richtfest.
    Die Mitarbeiter der Firma Lutzenberger (von links) Bauleiter Torsten Huhle, Lukas Schröhter (Arbeitsvorbereitungen) und Polier Christoph Mayer beim Richtfest. Foto: Christian Rudnik

    Ein Dankeschön der Generalsekretärin galt insbesondere auch den Planern und Handwerkern. Vor Baubeginn, sagte sie, sei viel geunkt worden, was alles beim Bauen schiefgehen kann, und sie habe viel von unzuverlässigen Baumannschaften gehört. All dies sei auf der Baustelle am Ziegelstadel nicht eingetreten.

    Erfreulich sei auch, dass auf der Baustelle kein Unfall passiert sei, und bei all der Arbeit immer Zeit für einen kleinen netten Plausch blieb. „Auch wenn ich mich auf das Ende des Rohbaus freue: Ich werde Sie alle sehr vermissen“, betonte Janowski, die zum Abschluss den Richtspruch zum Orffschen Umbau aus dem Jahre 1955 zitierte, an den bis heute ein Foto vom stolzen Bauherren Carl Orff auf dem Dachfirst seines Hauses am Ziegelstadel erinnert: „Stolz grüßt vom First der Hebebaum, wer ihn heut sieht, der glaubt es kaum, dass in so kurzer Umbaufrist, der neue Dachstuhl schon erstanden ist“.

    Carl-Orff-Stiftung: Alle sind ersetzbar, nur eine ist es nicht

    Damit übergab die Generalsekretärin das Wort an Bauleiter Torsten Huhle, an den Beton-Experten Lukas Schröther und an den Polier Christoph Mayer von der Firma Xaver Lutzenberger aus Pfaffenhausen, die dem Richtspruch aus dem Jahr 1955 eine weitere Variante hinzufügten, ihre Gläser erhoben und nach ausgiebigem gereimten Lob für die Carl-Orff-Stiftung als Bauherrin, die Planer und insbesondere für die Handwerker mit den Worten schlossen: „Möge dieses Museum ein Ort der Erkenntnis, des Staunens und der Inspiration sein, wo Geschichte lebendig wird und Wissen blüht.“

    Judith Janowski (Generalsekretärin Carl-Orff-Stiftung) und Herbert Kirsch (Altbürgermeister und Kuratoriums-Vorsitzender) waren beim Richtfest für das neue Museum bester Laune.
    Judith Janowski (Generalsekretärin Carl-Orff-Stiftung) und Herbert Kirsch (Altbürgermeister und Kuratoriums-Vorsitzender) waren beim Richtfest für das neue Museum bester Laune. Foto: Christian Rudnik

    Das allerletzte Wort am Ende des offiziellen Teils der Feier, kurz bevor sich die Festgesellschaft noch rechtzeitig vor dem Gewitter zum gemütlichen Richtfestschmaus im traumhaften Garten des Orff-Anwesens zusammenfand, hatte Altbürgermeister Herbert Kirsch: Er dürfe sich als Kuratoriumsvorsitzender, im Namen des Vorstands der Carl-Orff-Stiftung und im Namen der Bürgerinnen und Bürger von Dießen bedanken: „Wenn wir Frau Janowski als Generalsekretärin nicht hätten, würden wir heute nicht hier stehen. Jeder ist ersetzbar, Sie sind es nicht. Frau Janowski und ihr Team halten diese Baustelle zusammen“, betonte Kirsch.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Registrieren sie sich

    Sie haben ein Konto? Hier anmelden