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Dießen: Personalstreit im Rathaus hält an – Beamtenstelle weiter vakant

Dießen

Leitungsstelle im Dießener Rathaus ist auch am Montag frei geblieben

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    Das Büro des geschäftsleitenden Beamten im Dießener Rathaus (die beiden rechten Fenster im ersten Stock) bleibt offenbar erst einmal unbesetzt.
    Das Büro des geschäftsleitenden Beamten im Dießener Rathaus (die beiden rechten Fenster im ersten Stock) bleibt offenbar erst einmal unbesetzt. Foto: Stephanie Millonig (Archivbild)

    Ohne geschäftsleitenden Beamten hat die neue Wahlperiode im Markt Dießen begonnen. Wie aus einer Annonce in der Wochenendausgabe unserer Zeitung hervorgeht, sucht die Gemeinde weiter einen Amtsleiter. Auch Manuel Fischer, der trotz seines zwischenzeitlich mündlich geäußerten Verzichts diese Stelle weiterhin beansprucht, ist am ersten Arbeitstag im Mai nicht ins Rathaus gekommen.

    Letzteres bestätigte auf Nachfrage Bürgermeisterin Sandra Perzul. Unterdessen wirft der Inhalt des Schreibens, das Fischer am 2. April im Rathaus abgegeben hatte, unter den Dießener Kommunalpolitikern Fragen auf. Zwar hatte die Bürgermeisterin zum Fall Fischer im nicht öffentlichen Teil der letzten Sitzung des alten Gemeinderats berichtet. Der genaue Inhalt dieses auch an den Gemeinderat adressierten Schreibens wurde dem Gremium jedoch offenbar nicht erläutert.

    Manuel Fischer erachtet das Vorgehen des Marktes Dießen als unzulässig

    Fischer, der bis 30. April Bürgermeister von Lamerdingen war, hatte nicht nur seine Rechtsauffassung dargelegt, dass zwischen ihm und dem Markt weiterhin ein Beamtenverhältnis bestehe. Er führte auch aus, die Ernennungsurkunden zum Verwaltungsinspektor beziehungsweise Verwaltungsamtmann nur unter Druck zurückgegeben zu haben. Er bezeichnete die Vorgehensweise des Marktes er als unzulässig.

    Perzul schrieb daraufhin am Montagvormittag eine Mail an die Gemeinderatsmitglieder, die unserer Redaktion vorliegt. Sie weist vor allem Manuel Fischers Darstellung, er sei von der Gemeinde unter Druck gesetzt worden, zurück. Mit Blick auf die Bezahlung seiner im August und September geleisteten Arbeit machte Perzul darauf aufmerksam, dass es darüber schon früh erste unterschiedliche Auffassungen gab. Der Markt Dießen habe einen schriftlichen Vertrag haben wollen. Fischer habe eine mündliche Absprache für ausreichend erachtet.

    Könnte Manuel Fischer im Ordnungsamt arbeiten?

    Im Dezember erklärte Fischer, die Beamtenstelle in Dießen nicht (mehr) annehmen und Bürgermeister in Bad Grönenbach werden zu wollen. Die Ernennungsurkunden gab Fischer erst Anfang Februar zurück. Dazu betont Perzul, der Markt Dießen habe Fischer für seine Nebentätigkeit im Rathaus bezahlt, bevor dieser die Urkunden ausgehändigt hat. Daher sei es nicht zutreffend, dass die Urkunden nur zurückgegeben worden seien, um das Arbeitsentgelt zu erhalten.

    Inzwischen teilte das Rathaus mit, Fischer habe seinen Anspruch auf die Stelle per Klage untermauert. Deshalb macht man sich unter den Kommunalpolitikern auch Gedanken, was passiert, sollte das Gericht zur Auffassung gelangen, das Beamtenverhältnis bestehe fort. Eine Idee lautet, Fischer im Ordnungsamt einzusetzen. Für dessen Leitung wird laut einer weiteren Stellenanzeige ebenfalls jemand gesucht.

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