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Politik

09.11.2019

1400 Unterschriften für das Stahlwerk

Die Ausbaupläne der LSW im Lohwald werden seit Monaten kontrovers diskutiert. Jetzt setzen die Beschäftigten ein Zeichen. Und wie geht es nun weiter?

Die Führung des Lech-Stahlwerkes, deren Betriebsratsvorsitzender sowie die Auszubildenden des Unternehmens haben in München eine von 1400 Unterzeichnern unterstützte Petition für die Zukunftssicherung des Unternehmensstandortes überreicht. Die dortigen Ausbaupläne, bei denen große Teile des als Bannwald geschützten Lohwaldes weichen sollen, sind in Meitingen und Umgebung äußerst umstritten.

Bei der Übergabe der Unterschriften in München an Landtagsvizepräsident Alexander Hold (FW) zeigten Werkseigner Max Aicher und Geschäftsführer Simon Zeilberger sich einsichtig in die Verantwortung des Unternehmens für dessen umliegende Natur und die Anwohner. Sie signalisierten am Donnerstag auch ihrerseits Kompromissbereitschaft hinsichtlich einer auskömmlichen ökologischen Kompensation der geplanten Maßnahmen, die nunmehr „so umfassend wie unbedingt nötig und so gering als möglich ausfallen sollen“.

So zumindest steht es in einer Pressemitteilung des FW-Abgeordneten Fabian Mehring, der auch im Meitinger Marktgemeinderat sitzt. Er versucht seit Monaten zwischen Unternehmen und Ausbaugegnern zu vermitteln.

Vor wenigen Wochen erst hatte Mehring für einen Gesprächstermin der beiden örtlichen Bürgerinitiativen mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber gesorgt, bei dem die Naturschützer dem Staatsminister eine Petition für den Erhalt des Lohwalds übergeben haben.

1400 Unterschriften für das Stahlwerk nun zeigten „eindrucksvoll, dass die Menschen in unserer Heimat sich eine gute Zukunft für das Stahlwerk wünschen“, so Mehring.“

Die Politik sei deshalb auch angesichts der konjunkturellen Eintrübung gut beraten, in der aktuellen Debatte über die Werkserweiterung „verantwortungsvoll mit unserem Standort und seinen Arbeitsplätzen umzugehen“. Dass die Werksleitung nun Kompromissbereitschaft signalisiere, sei erfreulich. Gefragt sei der Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie.

In knapp zwei Wochen, am 22. November, wird Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nach Meitingen kommen. Er will dort einen Kompromiss auf den Weg bringen.

Eine entscheidende Rolle kommt indes dem Marktgemeinderat in Meitingen zu. Denn er hat zu entscheiden, ob die neuen Anlagen im Lohwald gebaut werden dürfen. Vor der Kommunalwahl am 15. März 2020 werde es keinen Beschluss über die Erweiterungspläne vor der Kommunalwahl im März geben, sagt Bürgermeister Michael Higl (CSU). Dies sei schon allein wegen der einzuhaltenden Fristen nicht möglich. (AL)

Die Diskussion ist geschlossen.

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