1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. 19-Jähriger bei Sprung in die Tiefe schwer verletzt

Stadtbergen

10.05.2018

19-Jähriger bei Sprung in die Tiefe schwer verletzt

MMA_0930.jpg
2 Bilder
Gesperrt war am Donnerstag die Anlage, an der sich der junge Mann schwer verletzt hatte.
Bild: Marcus Merk

Unfall überschattet den ersten Abend auf dem Stadtberger Stadtfest. Warum der Vatertag dort ein Familientag ist und was den besonderen Charakter ausmacht

Ein schwerer Unfall überschattete das fünftägige Stadtberger Stadtfest: Ein 19-Jähriger verletzte sich am Eröffnungsabend schwer. Er war aus einer Höhe von vier bis sechs Meter auf ein Luftkissen gesprungen – die waghalsige Aktion gehört zu den Attraktionen auf dem Festgelände an der Panzerstraße. Doch statt auf dem weichen Kissen landete der junge Mann im Randbereich.

Laut Polizei zog sich der 19-Jährige schwere Verletzungen zu und verlor das Bewusstsein. Er musste ins Klinikum und in die dortige Intensivstation gebracht werden. Lebensgefahr bestand am Donnerstag nicht. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei dem Betreiber kein Vorwurf zu machen, teilte die Polizei mit. Die Anlage sei am Mittwochvormittag von einem Gutachter abgenommen worden. Er sollte am Donnerstag das Luftkissen nochmals prüfen. Das Gerät war bis dahin gesperrt.

Ungeachtet davon zog es gestern tausende Besucher nach Stadtbergen – denn dort ist Vatertag auch Familientag. Die reinen Männerrunden, die an Christi Himmelfahrt mit dem Leiterwagen oder hoch oben auf einem Dieselross losziehen, haben sich verändert. Inzwischen entdecken immer mehr Väter den Tag als Gelegenheit, um mit der Familie etwas zu unternehmen. Das Stadtberger Stadtfest ist wegen seiner Angebote, die alle Altersgruppen und viele Geschmäcker ansprechen, bei vielen schon ein fester Termin. Auch bei Familie Schreiber aus Haunstetten.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Seit einigen Jahren kommen Florian, Barbara und Tochter Carolina. Diesmal peilen sie die „Pumptrack“ an. So heißt die spezielle Bahn für BMX-Räder, Mountainbikes oder auch Roller. Um sie zu bewältigen, muss kräftig mit den Armen gepumpt werden. Florian Schreiber, der aus Stadtbegen stammt, schätzt die Atmosphäre zwischen Spielmobil, Mitmachzirkus, Karussell, Festzelt und Kunsthandwerkermeile: „Hier können die Kinder frei herumlaufen und sie tauchen auch wieder auf.“ Ganz anders gelaufen ist die siebenjährige Paula: Die Tochter von Martin Schmid und Heike Unger startete beim Kinderlauf. Zum Abschluss drehte die Familie eine Runde über das Stadtfest, das dank vieler Vereine einen besonderen Charakter hat.

Der Stadtberger Ortsverband des Sozialverbands Vdk hat beispielsweise ein eigenes Zelt, in dem sich Mitglieder treffen und Interessierte informieren können. Vorsitzender Uwe Holtz hat gerade zwei neue Mitglieder gewonnen. Er schaut voraus: „Vielleicht schaffen wir es, dass wir zum Jahresende die Marke von 600 Mitgliedern knacken.“

Ein ganz anderes Ziel verfolgen die Amateurfunker aus Stadtbergen: Sie wollen nachts einen Kontakt zur ISS herstellen. Um funken zu können, wenn die Weltraumstation in Reichweite ist, übernachtet Funker Klaus-Peter Böhmländer in einem Wohnmobil. Das ist am Nachmittag Treffpunkt für besondere Gäste: Sie kommen gerade aus der sächsischen Partnerstadt Olbernhau und hatten sich vier Stunden ans Steuer gesetzt, um das Stadtfest besuchen zu können. Als sie ankommen, gibt es ein großes Hallo. Siegfried Tränkner sowie Friedbert und Gundi Philipp sind überglücklich: „Endlich sind wir wieder da“, sagt Friedbert Philipp. Er kennt Stadtbergen schon lange: Schließlich ist seit 28 Jahren Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Olbernhau.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren