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Biberbach

05.12.2017

192 Seiten pralle Ortsgeschichte

Auf der Tüte ist es zu lesen: Seit mehr als 700 Jahren gibt es die Furtmühle an der Schmutter.
Bild: Kühnel

Der zweite Teil der Biberbacher Chronik ist erschienen. Ehrenamtliche Historiker haben stundenlang recherchiert.

Spannendes aus der Geschichte Biberbachs und seiner Ortsteile gibt es auch im zweiten Band von „Biberbachensis – Blick in die Vergangenheit unserer Dörfer“ nachzulesen. Nach der Vorstellung des ersten Heftes der in vielen Geschichten erzählten Dorfchronik ist pünktlich ein Jahr nach dem ersten der zweite Band erschienen.

Geschichten gehen verloren, wenn sie niemand aufschreibt

Aufgrund der riesigen Auswahl an Themen hatte sich der Arbeitskreis Kultur und Geschichte dafür entschieden nicht eine große Chronik, sondern eine fortlaufende Erzählung interessanter Begebenheiten, Menschen und Plätze in jährlich erscheinenden Heften zu erarbeiten. Die Idee war im Rahmen der Vorbereitungen zur Dorferneuerung entstanden und ein fester Mitarbeiterkreis hatte gleich die Ärmel hochgekrempelt um alte Dokumente aufzuspüren und sich Geschichten erzählen zu lassen, von denen immer mehr verloren gehen, wenn sie nicht jemand aufschreibt.

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Monica Kühnel, Felix Guffler, Stephanie Justus, Theresa Kern und Alois Pfaffenzeller tragen Berichte zusammen und Heinz Kraus liefert die wertvolle fotografische Dokumentation. Pünktlich zwölf Monate nach dem ersten Band stellen die ehrenamtlichen Historiker am kommenden Donnerstag, 7. Dezember, im Gasthaus Magg die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Viele Stunden in kirchlichen Archiven, im Staatsarchiv oder auch im Archiv der Familie Fugger liegen hinter den Geschichtsfans.

Monica Kühnel und Felix Guffler können am Abend der Präsentation nur ein paar der vielen Geschichten anreißen, die in dem 192 Seiten dicken Heft enthalten sind.

Doch für 15 Euro zur Deckung der Herstellungskosten kann jeder die mal amüsante, mal nachdenkliche Lektüre mit nach Hause nehmen. Die Mühlen an der Schmutter wurden dafür ebenso akribisch erforscht wie die Geschichte des Balletshofs.

Spannend wird es bei den Erlebnissen der letzten Biberbacher Hebamme Luzia Deffner oder auch beim Lebenslauf der Lehrerin Franziska Schmuttermeir. Wer weiß schon, dass es damals noch das „Lehrerinnenzölibat“ gab, das die „Fräuleins“ mit Berufsverbot belegte wenn sie heirateten.

Doch nicht nur die unverfängliche, bereits lang zurückliegende Vergangenheit, auch die jüngere deutsche Geschichte der Jahre 1935 bis 1946 wird aus der Sicht einer Biberbacherin erzählt. Sagen aus dem Ortsteil Markt und Fotos derselben Ansichten von Damals und Heute machen Band 2 der „Biberbachensis“ zu einem weiteren rundum gelungenen Stück lebendiger Heimatgeschichte.

Erhältlich ist der neue Band bei der Vorstellung am 7. Dezember, 19.30 Uhr, auf dem Weihnachtsmarkt am 10. Dezember, sowie im Rathaus, im Drogeriemarkt und in Ediths Café am Kirchberg.

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