195 potenzielle Lebensretter haben sich seit dem Startschuss des Projekts „Region der Lebensretter Augsburg“ angemeldet. Nun sind einige von ihnen auch als solche erkennbar. Für die Lebensretter gab es eine neongelbe Weste mit der Aufschrift „Region der Lebensretter“. Seit Beginn des Projekts im Oktober sind allein die Lebensretter der Region Augsburg bereits zu 205 Einsätzen gerufen worden.
Auch Retter und Helferinnen aus Edenbergen und Rettenbergen sind dabei
Andrea Jahreis erinnert sich noch an ihren Einsatz: „Es war schön zu sehen, dass mehrere Retter gekommen sind.“ Gemeinsam mit Daniel Lutz hat sie bei der Freiwilligen Feuerwehr Edenbergen eine Ausbildung zum Einsatzsanitäter bei der Feuerwehr absolviert. Diese Ausbildungsqualifikation konnten sie in der Region-der-Lebensretter-App hochladen und schon wurden sie als neuer potenzieller Lebensretter freigeschaltet. Auch Michael Geirhos, der im Rettungsdienst tätig war und bei der Freiwilligen Feuerwehr Rettenbergen aktiv ist, ist so zum eingetragenen Lebensretter geworden.
Im Homeoffice ist eine Helferin vielleicht schneller dran als der Rettungsdienst
Personen, die eine entsprechende Ausbildung haben, zu ermutigen, sich zu registrieren, ist eine Zielsetzung von Initiator Anton Büchele. Doch es ist auch möglich, sich ohne Ausbildung im medizinischen Bereich und ohne Mitgliedschaft bei einer Hilfsorganisation zu engagieren. Ingrid Blümel-Haas und Steffen Haas haben eine Weiterbildung im Meitinger Rot-Kreuz-Heim besucht. Das Zertifikat, das sie dort erhielten, konnten sie in der App hochladen. Nun fühlen sie sich gut gewappnet, um im Falle eines Alarms richtig zu handeln. „Ich arbeite häufig im Homeoffice“, berichtet Ingrid Blümel-Haas. Damit könnte sie zu der Person werden, die bei einem Herzstillstand den entscheidenden Vorteil hat: Sie ist oft näher dran und schneller als der Rettungsdienst.
Viele Übungsmöglichkeiten habe es bei der drei Unterrichtsstunden umfassenden Schulung gegeben, berichtet das Paar. Zudem erklärte man ihnen eindrücklich: „Du kannst nichts falsch machen. Falsch wäre nur nichts zu tun.“ Dass Freiwillige anpacken, sei ein wichtiger Lückenschluss, der zeigt, warum es sinnvoll ist, AEDs im öffentlichen Raum zu platzieren, ergänzt Meitingens Bürgermeister Michael Higl. Jeder Lebensretter, der einen Alarm über die Region-der-Lebensretter-App bekommt, sieht nämlich auch, wo der nächste AED bereitsteht.
Die nächsten Schulungstermine
Am 13. März findet eine Schulung bei der Freiwilligen Feuerwehr Waltershofen statt. Für den 25. April ist eine Schulung in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Westendorf geplant. Zudem soll es ein Angebot in Biberbach geben. Wer teilnehmen möchte, kann sich direkt bei Anton Büchele unter anton-buechele@t-online.de anmelden.
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