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Gersthofen

14.03.2018

 2300 Unternehmen arbeiten in Gersthofen

Aus der Vogelperspektive gesehen, produziert und arbeitet das Gersthofer Gewerbe vor allem in großen Hallen. Doch die Bandbreite der hier angesiedelten Betriebe und Unternehmen ist viel größer. (

Das Gewerbe der Stadt  spielt sich nicht nur in großen Werkshallen ab. Bei den Kammern sind Betriebe aus den verschiedensten Sparten gemeldet.

 

Gersthofen Die Firmenlogos ihrer Lastwagen bestimmen das Bild auf den Straßen, ihre Fassaden oder Freizeitartikel und Kunststoffprodukte gehen in die ganze Welt: Wer an das Gersthofer Gewerbe denkt, denkt meist an große Hallen, überregional tätige Logistikunternehmen oder auch die großen Anlagen der Chemiebetriebe im Industriepark Gersthofen. Große Lager- und Produktionsgebäude haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in Gewerbegebieten entlang der Einfallstraßen nach Gersthofen angesiedelt. Dabei weist das Stadtgebiet bei näherer Betrachtung einen deutlich breiter gefächerten Branchenmix auf.

Absolut bunt gemischt

Insgesamt waren bei der Gersthofer Stadtverwaltung im Februar 2310 Gewerbebetriebe angemeldet, und zwar absolut bunt gemischt, von BigPlayern im Speditions- und Logistikwesen über regionale Größen aus dem Handwerk bis hin zur One-Man-Show im Dienstleistungssektor. Vor fünf Jahren waren es noch 2165 gemeldete Betriebe, die der Stadt sprudelnde Steuereinnahmen bescherten.

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In Gersthofen arbeiten mehr als 13800 Menschen

In den Bereich der IHK Schwaben entfallen von den 2300 laut Regionalgeschäftsführer Thomas Schörg 1836 Firmenstandorte in Gersthofen, die im Jahr 2016 insgesamt 13800 Menschen Arbeit brachten, so die Zahlen der IHK. Ein Jahr zuvor waren es noch 13297 – also ein Zuwachs von 3,78 Prozent nur in einem Jahr. Schörg zufolge ist die Mischung der verschiedenen Branchen „absolut gesund“, sodass auch Einbrüche in einigen Sparten den Gesamtstandort Gersthofen nicht ohne Weiteres gefährden.

Der Bereich Verkehr und Logistik, also die großen Speditionen wie Andreas Schmid oder Roman Mayer, die das äußerliche Erscheinungsbild der Gewerbegebiete am Rande Gersthofens dominieren, hat allerdings lediglich 88 Standorte. Jedoch arbeiten knapp 5900 Beschäftige im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Hier blieb die Mitarbeiterzahl stabil, ebenso wie beim produzierenden Gewerbe. Die Unternehmen dieses Zweigs beschäftigten 2016 insgesamt 4700 Mitarbeiter. Groß- und Einzelhandel haben dabei zusammen 560 Standorte.

Starker Dienstleistungssektor

Eine starke Gruppe im Arbeitgeberbereich sind in den letzten Jahren Thomas Schörg zufolge auch die Unternehmensdienstleister geworden. Sie boten 2016 insgesamt 2061 Menschen einen Job. 2015 waren es mit 1776 noch 16 Prozent weniger, verweist der Kammervertreter auf den Boom dieser Sparte.

Private und öffentliche Dienstleister sind in Gersthofen ebenfalls noch mit 1144 Mitarbeitern vertreten, hier betrug der Anstieg von 2015 auf 2016 knapp sechs Prozent. An dieser Entwicklung haben nicht zuletzt die in den letzten Jahren zusätzlich geschaffenen Kinderbetreuungsplätze einen Anteil. Diese Arbeitsplätze für private und öffentliche Dienstleitungen verteilen sich auf 481 Standorte. Dicht darauf folgt der Einzelhandel mit 382 Standorten. Auf den Großhandel entfallen 178, auf das Gastgewerbe noch 95.

Neben diesen Firmen gibt es auch noch eine beträchtliche Anzahl an Handwerksbetrieben, die ebenfalls in Gersthofen angesiedelt sind. „Aktuell sind im Ortsgebiet 387 Betriebe in der Handwerksrolle eingetragen“, erklärt Monika Treutler-Walle, Sprecherin der Handwerkskammer für Schwaben. Die Branchenverteilung entspreche dem schwäbischen Mittel. Den größten Anteil hat nach der Branchenstatistik hier das Ausbaugewerbe mit 36 Prozent, gefolgt von Handwerk für den privaten Bedarf (25 Prozent) – für den gewerblichen Bedarf arbeiten 13 Prozent. Erst jetzt, mit zwölf Prozent, schließt sich das Bauhauptgewerbe an. Das Schlusslicht in diesem Branchenmix bilden das Lebensmittelgewerbe (vier Prozent) sowie die Gesundheitshandwerke (drei Prozent).

Eine Betriebsstatistik für einzelne Orte, die einen Vergleich zu Vorjahren ermöglichen würde, führt die Kammer nur auf Landkreisebene. Detailliertere Aufschlüsselungen allein für Gersthofen seien so nicht möglich, so Monika Treutler-Walle weiter.

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