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Wohnen

12.05.2018

40 Bauplätze für Emersacker

Zum Schutz vor Hochwasser wurden am Kellerweg kleine Becken und ein verbesserter Ablauf gebaut.
Bild: S. Kuchenbaur

Die Gemeinde kann sich jetzt doch mit dem Eigentümer einigen. An dem Neubaugebiet gibt es aber auch Kritik

Gute Nachrichten für Häuslebauer, die planen, in Emersacker wohnhaft zu bleiben oder auch zu werden: Nach Gesprächen mit den Grundstückseigentümern kann der dritte Abschnitt des Neubaugebietes Johannisfeld nun doch in Angriff genommen werden. Für das Gebiet gibt es bereits einen rechtskräftigen Bebauungsplan. Insgesamt sollen auf der Fläche mehr als 40 Bauplätze zur Verfügung stehen.

Im März hatte Bürgermeister Michael Müller mitgeteilt, dass die Pläne für das Areal vorerst auf Eis liegen: Der Eigentümer wollte sein Grundstück nicht an die Gemeinde verkaufen, weil er zunächst abwarten wollte, ob die von der neuen Bundesregierung angekündigten Steuervergünstigungen für den Verkauf von Bauland Vorteile für ihn bringen, hieß es damals im Gemeinderat. Die Ausschreibungen mussten deshalb eingestellt werden. Jetzt kann die Planung weitergehen. Der Gemeinderat stimmte mit 9:2 für die Erschließung des Baugebietes entsprechend dem Bebauungsplan.

Kritik kam von den Aktiven Bürgern Emersacker. Zum wiederholten Mal monierte Gemeinderat Ralph Behr, dass man mit Bauplätzen nur eine Klientel bediene. Er betrachtete die Ausweisung eines neuen Baugebietes als „krassen Fehler“. Den Schaden, den man damit anrichte, könne man nicht wiedergutmachen. Auch Gemeinderat Michael Daum erklärte, dass ihm eine Entscheidung fehle, wie es baumäßig in Emersacker weitergehen solle. Man brauche kleine Wohneinheiten, denn große Grundstücke könne sich nicht jeder leisten. Bürgermeister Michael Müller wies darauf hin, dass diese Diskussion schon mehrmals geführt wurde und die Gemeinde nicht in der Lage sei, als Bauträger aufzutreten.

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Etwas Unmut herrschte auch, als Bürgermeister Müller informierte, dass der frisch reparierte Kit an den Fenstern des Klosters sowie die Wetterschenkel noch gestrichen werden müssten. Die Kosten hierfür betragen weitere 3500 Euro. Gemeinderat Andreas Ehinger bemängelte, dass ein Fachmann so etwas doch vorher wisse. Und auch Artur Wurm fand die „Nachschieberei“ der Kosten nicht in Ordnung.

Das waren weitere Themen der Sitzung:

Nahezu abgeschlossen sind die Regenwasserrückhaltemaßnahmen am Kellerweg. Hier wurden kleine Becken und ein verbesserter Ablauf eingebaut.

Ende Mai findet der Submissionstermin für den Neubau des Kindergartens statt. Bis zur nächsten Sitzung am 6. Juni sollen bereits die Vorschläge zur Vergabe von Aufträgen vorliegen. Der Baubeginn ist für 20. August geplant.

Gemeinderat Michael Daum hat Vorschläge zur Errichtung einer Informationstafel für den Schlosshof erarbeitet. Diese soll Besuchern die Orientierung erleichtern. Überlegt werden soll, ob eventuell auch auf die Geschichte des Gebäudes auf so einer Tafel hingewiesen werden könnte. Die Kosten schätzte Daum auf etwa 3500 Euro. Ein Arbeitskreis soll sich weitere Gedanken machen.

Auch in diesem Jahr soll für Gemeinde und Schulverband Ferienarbeit für Jugendliche ab 16 Jahren angeboten werden. Der Stundenlohn: 6,50 Euro.

Karl-Heinz Mengele äußerte seinen Dank, dass der Besuch der Partnergemeinde Jauernick-Buschbach von der Feuerwehr gelungen organisiert gewesen und der Gemeinde so viel Arbeit abgenommen worden sei. (hes)

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