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Retter

09.07.2019

50 Feuerwehrleute retten einen Betrieb

Trotz hochsommerlicher Temperaturen in voller Montur: ein Trupp mit schwerem Atemschutz im Innenangriff bei der Hauptübung.
Bild: Johann Buchart

Die Hauptübung in Langweid geht von einer Situation mit vermissten Menschen aus. Die Prüfer sind zufrieden

Wer Menschen retten will, muss trainieren: Ein Gewerbeobjekt in Langweid-Foret war das Objekt der diesjährigen Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. Ein Brandeinsatz mit der Rettung von vermissten Personen war die Aufgabenstellung. 50 Feuerwehrleute zeigten an einem heißen Sommerabend einen konzentrierten Übungsablauf.

Ein Schaustellerbetrieb betreibt im Gewerbegebiet in Langweid-Foret eine Werkstatt zur Instandhaltung seiner Fahrgeschäfte. In der angrenzenden Halle produziert eine weitere Firma Fahrzeugplanen. Das Szenario der Hauptübung war ein durch Schweißarbeiten entstandener Brand mit zwei vermissten Arbeitern. Mit sechs Einsatzfahrzeugen rückte die Langweider Wehr an, wobei auch die Jugendgruppe mit von der Partie war.

Die Langweider Kommandanten Markus Kopold und Christian Steiner dirigierten das Einsatzgeschehen. Als Basisfahrzeuge zur Brandbekämpfung dienten das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 und das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20. Die Drehleiter wurde ebenfalls zur Brandbekämpfung im Dachbereich des Objekts eingesetzt. Im Mehrzweckfahrzeug wurde die Einsatzleitung eingerichtet.

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Mehrere Atemschutzgeräteträgertrupps begannen unverzüglich mit der Suche nach den vermissten Personen im verrauchten Werkstattbereich. Die anderen Kräfte konzentrierten sich auf die Brandbekämpfung und brachten das Lösch-Equipment in Position. Die Brandausbreitung auf den angrenzenden kunststoffverarbeitenden Betrieb war zu verhindern. Besonderes Augenmerk erforderten die für Schweißzwecke im Gebäude gelagerten Gasflaschen. Im Innenangriff mussten diese mit Wasser gekühlt werden.

Die Jugendgruppe war ebenfalls in das Einsatzgeschehen integriert und brachte mehrere Strahlrohre in Position, um ein Übergreifen des Brandes auf eine angrenzende Spedition zu verhindern. Die Personensuche und -rettung waren rasch abgearbeitet und besonders die Vielzahl der eingesetzten wasserspeienden Strahlrohre bot ein imposantes Bild. Der anschließend eingesetzte Hochdrucklüfter sorgte dann auch allmählich für freie Sicht in den Innenbereichen der beiden Betriebe.

Bei der anschließenden Manöverkritik fasste Kommandant Markus Kopold den Einsatzablauf zusammen. Insgesamt war er mit dem Übungsablauf sehr zufrieden und auch die Wasserversorgung habe sich als ausreichend erwiesen. Bürgermeister Jürgen Gilg dankte der Langweider Feuerwehr für die beeindruckende Demonstration ihrer Leistungsfähigkeit. „Mit Blick auf die beachtliche Personalstärke brauchen wir uns für die Zukunft keine Sorgen zu machen“, so Gilg. (art)

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