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Horgau

28.05.2018

551 Millionen Euro auf der hohen Kante

Nach 15 Jahren im Aufsichtsrat wurde Albert Lettinger (Mitte) verabschiedet: (von links) Vorstand Hermann Scherer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Walter Michale, Gertrud Lettinger und Vorstand Karl Rau.
Bild: Josef Thiergärtner

Mehr  Kredite, Guthaben und Mitglieder: Die Raiffeisenbank Augsburger Land West zieht eine positive Bilanz.

 Horgau Über eine konstant gute Entwicklung haben Karl Rau und Hermann Scherer, Vorstände der Raiffeisenbank Augsburger Land West, bei der Generalversammlung berichtet. Karl Rau erläuterte den Mitgliedern in der Horgauer Rothtalhalle die wichtigsten Bilanzzahlen.

Das Kundenkreditvolumen hat sich um 3,7 Prozent auf 324 Millionen Euro ausgeweitet – wobei die neu ausgegebenen Kredite wieder überwiegend für regionale Investitionen im Genossenschaftsgebiet verwendet wurden. Trotz anhaltender Niedrigzinsen erhöhte sich das Einlagevolumen um 3,7 Prozent auf fast 551 Millionen Euro. Das zeige, dass die Kunden in der Region trotzdem sparen.

Eine beruhigende Stabilität

Das gesamte von der Bank betreute Kundenvolumen, also die eigenen Einlagen und Ausleihungen inklusive der zugehörigen Verbundunternehmen, konnte um fünf Prozent auf nun 1,3 Millionen Euro gesteigert werden. Stolz ist die Bank auf die ständig wachsende Mitgliederzahl, die sich im vergangenen Jahr um 381 auf nunmehr 17205 erhöhte. Mit einem Eigenkapital von 46,1 Millionen Euro verfügt die Bank über eine beruhigende Stabilität, betonten die Vorstände. Weiter weist die Bank im Jahresabschluss eine um 3,7 Prozent auf fast 650 Millionen Euro gewachsene Bilanzsumme und einen Bilanzgewinn von knapp 887000 Euro aus. Um Filialschließungen durch den hohen Kostendruck in einem derzeit schwierigen Umfeld zu vermeiden, wird die Genossenschaft mit der benachbarten Raiffeisenbank Aschberg mit Sitz in Holzheim in einigen Verwaltungstätigkeiten zusammenarbeiten. So könnten zum Beispiel durch Kooperationen in internen Bereichen wie Rechnungswesen, Controlling oder Revision Kräfte gebündelt und Kosten gespart werden.

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Trotz eines anspruchsvollen Geschäftsjahres dürfen sich die Mitglieder anlässlich des 130-jährigen Jubiläums auf eine Dividende von 1,3 Prozent freuen. Durch das bankeigene Mitglieder-Bonus-Modell und weitere Kostenvergünstigungen in der Kontoführung flössen insgesamt fast 518000 Euro an die Teilhaber zurück, was einer durchschnittlichen Rendite der Geschäftsguthaben von 8,2 Prozent entspreche.

Niedrigzins als größte Herausforderung 

Hermann Scherer berichtete über die allgemeine Entwicklung der Bank im Zusammenspiel mit den Finanzmärkten, der Politik und dem Wandel in der Bankenwelt. Die größte Herausforderung sei und bleibe die derzeitige Niedrigzinspolitik. Erträge aus der Zinsmarge zu generieren, sei daher kaum noch möglich. Der Staat spare sich zwar in dieser Phase viel Geld, aber die negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen im täglichen Leben seien enorm zu spüren. Eine weitere Belastung verursachten die oft überzogenen Regulierungen der Aufsichtsbehörden, die zu einem Mehraufwand und zu Mehrkosten führten. Spannend sei auch die Veränderung des Kundenverhaltens. Scherer spricht hier sogar von einer „Kulturveränderung durch Digitalisierung“.

Bei den erforderlichen Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Gabriele Schmid aus Ustersbach und Edgar Schmid aus Agawang wiedergewählt. Ausgeschieden ist aufgrund der Altersgrenze der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Albert Lettinger aus Zusmarshausen, der seit 2003 dem Gremium angehörte und seit 2011 den Vorsitz hatte. Als neues Mitglied in der Verwaltung bestimmte die Versammlung Johannes Gleich aus Streitheim. (joti)

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