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Ellgau

03.12.2020

60 Bewerber für 20 neue Bauplätze in Ellgau

Im Baugebiet Vogtgarten III waren jüngst erste Arbeiten zu beobachten, doch nun ruht das Gelände, das sich laut Bodengutachten zunächst verfestigen muss.
Bild: Steffi Brand

Plus Viele wollen sich in der kleinen Gemeinde Ellgau ansiedeln. Diese investiert weiter in die Lebensqualität.

Bis ins nächste Jahr auf Eis liegen die Arbeiten für das Baugebiet im Vogtgarten III in Ellgau. Das Bodengrundgutachten hatte ergeben, dass eine Verfestigung des Bodens notwendig war. Das bedeutet, dass der Boden vorbereitet wurde und sich nun verfestigen soll. Im Frühjahr sollen dann die Sparten gesetzt werden. Zudem steht die Festlegung der Vergabekriterien auf der Agenda des Gemeinderats. Bereits jetzt gebe es für die etwa 20 Bauplätze 60 Interessierte, erklärte Bürgermeisterin Christine Gumpp auf Rückfrage unserer Redaktion.

Zurückgeführt werden könne dies auf das grundsätzlich hohe Interesse an Bauplätzen, das sich nach wie vor im Landkreis Augsburg beobachten lässt, sowie auf die Lebensqualität in der Lechtal-Gemeinde. An dieser möchte die Gemeinde Ellgau auch weiterhin feilen.

Erst kürzlich hat sich der Gemeinderat entschlossen, sich um das "Gütesiegel Heimatdorf 2021" zu bewerben, das das Bayerische Staatsministerium für Finanzen und für Heimat im kommenden Jahr verleihen wird. Der Wettbewerb, zu dessen Teilnahme die Gemeinde Ellgau eingeladen wurde, richtet sich an kleine Gemeinden mit weniger als 3000 Einwohnern, die bereits am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teilgenommen haben und die aufgrund der hohen Lebensqualität und der Heimatverbundenheit beste Zukunftschancen zu bieten haben.

Mit der Teilnahme, für die sechs Bürger Ellgaus gemeinsam die entsprechenden Unterlagen erarbeitet haben, hofft die Gemeinde, das Gütesiegel sowie eine Geldprämie in Höhe von 50.000 Euro zu erhalten. Der Gewinn soll zweckgebunden in weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität im Dorf fließen.

Kranke Eschen: Ein halber Hektar wird gerodet

Nach einem Beschluss des Gemeinderates von September lässt Ellgau östlich des Lechs auf einer Fläche von etwa einem halben Hektar Bäume fällen. Laut Christine Gumpp handelt es sich hauptsächlich um erkrankte Eschen, die nach Angaben des zuständigen Försters Jakob Michl mit einem Prozessor geerntet würden. Mit einem Mulchgerät soll der Untergrund für die Neubepflanzung von knapp 1500 Pflanzen vorbereitet werden. Bergahorn, Schwarznuss, Vogelkirsche und Eisbeere sollen dort wachsen, Winterlinde und Rotbuche als Unterpflanzung dienen. Die Kosten belaufen sich auf mehr als 10.000 Euro. Hierfür gibt es einen Zuschuss von gut 5100 Euro.

Damit sind die waldbaulichen Maßnahmen in der Gemeinde allerdings noch nicht beendet. Zwischen der Kraftwerkstraße und dem großen Baggersee sollen Bäume entnommen werden, die dann als Brenn- und Nutzholz dienen. Zudem soll der Waldbewirtschaftungsplan, der Ende 2020 ausläuft und die Bewirtschaftung des 63 Hektar großen Waldgebiets der Gemeinde Ellgau festschreibt, fortgeschrieben werden.

In Ellgau müssen mehr Bäume gefällt werden

Für das Jahr 2020 wird der jährliche Hiebsatz aufgestockt von 189 auf 295 Festmeter. Aufgrund der Verkehrssicherung würden mehr Bäume als durchschnittlich entnommen, heißt es in der Begründung. Mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre sei die Gemeinde unterm Strich aber im Plus. In Summe seien über 700 Festmeter zu wenig geerntet worden, womit die Aufstockung der Hiebmeter in diesem Winter gut zu verkraften sei.

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