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Jubiläum

23.07.2018

70 Jahre ein Herz fürs Gemeinwohl

Über das Jubiläum der AWO freuen sich: (von links) Wolfgang Mayr-Schwarzenbach, Gerd Pecher, Markus Schimpel, Helmut Bauer, Michael Wörle, Alois Strohmayr, Volkmar Thumser und Armin Schmid.
Bild: Andreas Lode

Der Ortsverein der Gersthofer Arbeiterwohlfahrt feiert seinen runden Geburtstag

70 Jahre Werte, Gemeinwohl und ein gutes Miteinander. Das feierte der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Gersthofen zu seinem Jubiläum im ortsansässigen Seniorenzentrum mit Sektempfang und Sommerfest. „Der Zuständige für das Wetter hat leider abgesagt“, scherzte der Vorsitzende Gerd Pecher mit Blick aus den regennassen Fenstern. Nichtsdestotrotz konnten die Feierlichkeiten im Trockenen stattfinden.

Einen „herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ wünschte der Gersthofer Bürgermeister Michael Wörle in seiner Rede zur Jahrfeier, die von Sabine Schimpel musikalisch begleitet wurde. Der Verein sei vor Ort „ein wichtiger Pfeiler der Sozialen- und Seniorenarbeit“, der sich unabhängig von Religion, Herkunft oder Geschlecht für die Menschen einsetze. „Unser Ziel ist ein für alle Altersklassen und sozialen Schichten attraktives Gersthofen“, sagte der Bürgermeister in seiner Ansprache. Die Arbeiterwohlfahrt solle in Gersthofen auch in Zukunft eine aktive Rolle spielen.

„Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit und Solidarität“ – dafür stehe die Arbeiterwohlfahrt. Das sagte Markus Schimpel, Leiter des ortsansässigen Seniorenzentrums. In Gersthofen handele es sich um einen lebendigen Ortsverein, wie er selbst bei wöchentlichen Veranstaltungen miterlebe – geprägt vom Miteinander „Hand in Hand mit dem Ehrenamt“.

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Ebenfalls beim Jubiläum vor Ort war Wolfgang Mayr-Schwarzenbach, Vorstand für Ehrenamt, Heime, Organisation und Gesundheit beim AWO-Bezirksverband Schwaben. Als „Schnittstelle zwischen Haupt- und Ehrenamt“ sprach er von einer „rasanten Entwicklung“ der Arbeiterwohlfahrt in ganz Deutschland, die 1919 von Marie Juchacz in einer „katastrophalen Zeit“ nach dem Ersten Weltkrieg gegründet wurde.

In Gersthofen entstand der Ortsverein 1948, kurz darauf kam eine Initiative für den Bau eines Altersheims hinzu. Neben dem Vereinsleben mit seinen regelmäßigen Treffen stünden heute immer noch „der Mensch und seine Versorgung“ im Mittelpunkt, so der Ortsvorsitzende Gerd Pecher. Im Zuge der „Förderung des Seniorenzentrums in Gersthofen“ kamen im Laufe der Zeit über 30000 Euro für verschiedene Projekte zusammen, die nicht vom Budget der Einrichtung selbst getragen wurden. So konnten beispielsweise ein Sinnesraum, der Gerontogarten und die Cafeteria im Altersheim gebaut werden. Hierfür dankte Pecher allen Helfern und Mitgliedern.

Wie wichtig es sei, Werte nach vorne zu stellen, betonte Harald Güller, SPD-Mitglied des bayerischen Landtags. „Häufig kommt das Denken an andere in unserer Gesellschaft zu kurz“, sagte der Politiker. Doch durch die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt sei der Gersthofer Ortsverein als „moderner Sozialverband“ für alles Bevorstehende gerüstet.

Von der guten Verzahnung vor Ort sprach auch Alois Strohmayr, Kreisvorsitzender der AWO. Darüber hinaus lobte er die Leistung des Vorstands für die gute Organisation im Verein.

Nach 70 Jahren Vereinsgeschichte sprach der zweite Vorsitzende Helmut Bauer von einem Auftrag der Weiterentwicklung: Zur nächsten großen Feier anlässlich des 75. Geburtstags soll sich der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Gersthofen weiter vergrößern.

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