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27.06.2009

73 Abiturienten verlassen das Exil Schule

Gersthofen "Die Schule ist jenes Exil, in dem der Erwachsene das Kind so lange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören" - mit diesem Zitat einer englischen Ärztin und Pädagogin begrüßte der Bürgermeister der Stadt Gersthofen, Jürgen Schantin, die 73 Abiturienten und Gäste des Paul-Klee-Gymnasiums. Sie alle haben ihre Abiturprüfung erfolgreich mit einem Jahrgangsnotendurchschnitt von 2,5 bestanden, bei 16 Schülern fiel das Ergebnis heuer sogar besser als 2,0.

In der großen Halle, die bis zum letzten Platz gefüllt ist, verabschiedet das Gymnasium die Absolventen. Die Prüfungen sind vorbei, doch die Anspannung ist noch zu spüren. Nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Eltern und Lehrer warten aufgeregt auf die Übergabe der Zeugnisse.

Der Liedermacher Reinhard Mey, der auch hier am Gymnasium war, beschreibt die jetzigen Gefühle der Schüler zutreffend mit folgenden Zeilen, zitiert Elternbeiratsvoristzender Dr. Matthias Zäh: "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein." Vor ein paar Wochen schien vieles wichtig und groß, es gab so viel zu lernen. "Jetzt ist alles geschafft, und kaum einer erinnert sich noch an die Zeit der Prüfungen" - so der Vorsitzende des Elternbeirates, Dr. Matthias Zäh. Schulleiter Peter Krauß dankt im Namen der Schüler neben den Eltern auch den Lehrern: "Sie haben euch neun Jahre durch das Gymnasium geführt, das Ganze mit großem Erfolg." Einen besonderen Dank spricht er der Kollegstufenbetreuerin Margareta Zelenka aus, "die eure Gruppe mit humorvoller Gelassenheit einerseits und stetiger, fast mütterlicher Fürsorge andererseits, sicher zum Abitur geführt hat".

Ein Durchschnitt von 1,3 für die drei Besten

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Die drei besten Abgänger Vadim Koren, Sebastian Volk und Berenike Dübgen erreichten einen Notendurchschnitt von 1,3. Berenike Dübgen möchte demnächst für ein Jahr nach Syrien gehen, um dort arabisch zu lernen. Anschließend möchte sie an der Humboldt Universität in Berlin Medizin studieren, um nach Abschluss ihres Examens und ihrer Ausbildung später als Frauenärztin im arabischen Ausland zu arbeiten.

Sie entschied vor langer Zeit, was sie machen möchte: "Ich habe eine Reportage über eine Frauenärztin in Afghanistan gesehen. In arabischen Ländern dürfen Männer nicht als Frauenärzte arbeiten, dort gibt es viel zu wenige Ärzte, deshalb sterben viele Frauen an einfachen Krankheiten, die bei uns vor 100 Jahren aktuell waren ..."

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