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Konzert

15.10.2019

A-cappella-Musik, Comedy und Blödsinn in Horgau

Ein Garant für gute Laune: die Gruppe Cash-n-Go beim Auftritt der in Rothtalhalle in Horgau.
Bild: Michaela Krämer

Die Entertainer von Cash-n-Go legen in der Rothtalhalle einen unterhaltsamen Auftritt hin

Chris de Burgh hatte keine Zeit, und Simon and Garfunkel wollen nicht mehr gemeinsam auf die Bühne. Und dennoch waren die berühmten Künstler beim Konzert in der Rothtalhalle präsent – wenn auch nur durch Coverversionen. Die hatten die Stimmungskünstler von Cash-n-Go im Gepäck. Das sind Christina Bianca, Thomas Haala, Wayne Wegener, Thomas Steingruber, Markus Schmoll und Julian Dempf, die zum zehnjährigen Bestehen der Bücherei Horgau in die Rothtalhalle kamen. Und mit ihnen eine Menge Zuschauer.

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Mit einer gesunden Mischung aus handgemachtem A-cappella-Gesang, Comedy und witziger Bühnenshow standen die sechs Entertainer auf der Bühne. Am Ende waren alle überzeugt: Hier hat alles gepasst. Doch der Reihe nach: Schon mit dem ersten Song „Don’t Pay the Ferryman“ hauten die sechs gleich mal einen raus. Und dazu brauchen sie keinen Bass, keine E-Gitarre, Trompete oder Schlagzeug. Das machen sie alles allein mit ihren Stimmen. Handgemacht und mundgeblasen, so könnte man den einzigartigen Sound umschreiben. Mit ausgefuchsten Arrangements und viel Witz versetzten sie die rund 300 Leute in der Rothtalhalle in Verzückung. Neu in der Gruppe ist Julian Dempf, der mit dem „aufgeklebten Bart“, wie Christina Bianca erklärte. „Wir mussten uns so ein Zigarettenbürschle holen, weil der andere (Martin Seiler) sonst schon sein 80-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert hätte.“ Tja, sie nahmen kein Blatt vor den Mund.

Nur ein einziges Mal mussten die Musiker auf ein Werkzeug zurückgreifen: auf einen Synthesizer. Wer ein Musikinstrument, das auf elektronischem Weg per Klangsynthese Töne erzeugt, erwartet hatte, der staunte nicht schlecht, als sie ein Bügelbrett auf die Bühne holten. „Sie ist ein Model und sieht gut aus. Sie bügelt mir die Falten raus“, sangen sie das berühmte Lied der Toten Hosen. Dabei hatten sie den Text ein wenig umgewandelt.

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Ein ganzes Bündel an Humor und Blödsinn verschossen die sechs an diesem Abend, ganz besonders bei dem Lied „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“, in dem es um die Ringe um den Bauch ging. Ins Schwärmen gerieten die Zuhörer bei der einfühlsam gesungenen „Bohemian Rhapsody“, einer Art Liebeserklärung an die Oper. Nicht fehlen durfte auch an diesem Abend 60 Jahre Eurovision Song Contest, von Dschingis Khan über Stefan Raab bis hin zu Nicole und Conchita Wurst.

„Wir sind mittlerweile eine Drei-Generationen-Band“, verrieten sie dem Publikum. Mit „Bridge over Trouble Water“ und „Seven Years“ ging es in den Endspurt. Aber das war dem in Stimmung gekommenen Publikum zu wenig. Und so kam Cash-n-Go um eine Zugabe nicht herum. Thomas Haala tauschte seine Klamotten gegen hautenge weiße Hosen und legte eine perfekte Persiflage als Robin Gibb mit einem Medley der Bee Gees hin. Unterstützung bekam er dabei von seinen Backgroundsängern, die den Sound der Australier mit Wimmerstimmen gekonnt herüberbrachten.

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