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Thierhaupten

27.06.2017

Abbiegespuren sollen für Sicherheit sorgen

Bei der jüngsten Marktgemeinderatsitzung standen besonders Verkehrsthemen auf der Sitzungsordnung.
Bild: Margret Sturm

Gemeinderat: Wie die Einfahrten ins Gewerbegebiet der Marktgemeinde Thierhaupten umgestaltet werden sollen. 

Die Staatsstraße entlang des Gewerbegebiets „Am Gemeindewald“ in Thierhaupten soll mit zwei Linksabbiegespuren versehen werden. Damit wird vor allem der Verkehr von Meitingen kommend entlastet und das Abbiegen in das Gewerbegebiet ungefährlicher. Zudem soll eine 95 Meter lange Mittelinsel zwischen den beiden geplanten Abbiegespuren entstehen.

Tempolimit bleibt weiterhin bestehen

Die neue Verkehrsinsel soll aber nicht nur die Fahrer ausbremsen, sondern auch als Querungshilfe für Fußgänger dienen. Mit dem geplanten Übergang sollen die Passagiere der Regionalbusse, die an der Haltestelle „Ballonfabrik“ ein- und aussteigen, leichter über die stark befahrene Straße gelangen.

Die bisherige Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 Stundenkilometern wird auch nach der Umbaumaßnahme in dem Bereich gelten.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Stefan Heiß vom Staatlichen Bauamt Augsburg einen vorläufigen Entwurf für die Umgestaltung vor. Da sich das Bauvorhaben auf einer Staatsstraße befindet, übernimmt das Staatliche Bauamt die Planung und Leitung. Die Kosten von rund 260000 Euro liegen hingegen bei der Marktgemeinde.

Bushaltestellen sollen barrierefrei werden

Zusätzlich zu den Abbiegespuren und der Mittelinsel sollen auch die beiden Einfahrten in das Gewerbegebiet verbreitert werden. Für größere Fahrzeuge werde somit das Ein- und Ausfahren erleichtert, erklärte Heiß.

Außerdem sollen die beiden Bushaltestellen erhöht und barrierefrei werden. CSU-Rat Max Kienberger schlug vor, dass bei der Umgestaltung der Bushaltestelle auch an ein Leitsystem für sehbehinderte Menschen gedacht werden müsse. Nur ein Erhöhen der Bushaltestelle sei seiner Ansicht nach eine halbe Sache, da so keine Barrierefreiheit für Blinde geschaffen werde.

Gemeinderat Josef Kienberger (JBU) erkundigte sich bei dem Experten, ob das Anbringen von einer Busbucht nicht sinnvoller wäre. Denn der Plan sieht vor, dass die Busse wie bisher auf der Straße halten. Eine eigene Bucht sei jedoch an dieser Stelle unnötig, so Heiß. Die Erfahrungswerte haben gezeigt, dass das Ausscheren aus der Busbucht gefährlicher sei als das Halten auf der Fahrbahn.

Mit einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat für die Umbaumaßnahmen ohne Busbucht aus. Ob ein Leitsystem für Blinde angebracht werde, hänge von den möglichen Fördermitteln ab. Sollte die Sonderausstattung nicht bezuschusst werden, werde darauf verzichtet, so die Entscheidung des Gremiums.

Ausbau von Glasfaser-Anbindung geplant

Die Marktgemeinde gab eine Markterkundung zur Internetleistung im Gemeindebereich in Auftrag. Darin wurde geprüft, wie schnell das Internet in Thierhaupten und seinen Ortsteilen ist. In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung stellte Jürgen Schuster von dem Beratungsunternehmen Corwese die Ergebnisse vor. Vor allem in den Ortsteilen Ötz, Altenbach und Sparmannseck müsse der Ausbau mit Glasfaserkabeln vorangetrieben werden, so der Fachmann.

Da dort eine so niedrige Internetleistung vorhanden sei, bestehe ein Anspruch auf Fördermittel. Konkret belaufen sich die Kosten für den Ausbau in Ötz und Altenbach auf rund 277000 Euro. Für den Weiler Sparmannseck würden noch rund 84000 Euro hinzukommen. Die Gesamtkosten werden zu 70 Prozent vom Freistaat übernommen.

Angesichts der hohen Summen entschied sich der Rat dafür, vorerst den Ausbau in Ötz und Altenbach zu realisieren. Für Sparmannseck soll nach einer kostengünstigeren Alternative gesucht werden. Übrigens, in Thierhaupten, Neukirchen, Weiden, Hölzlarn und Königsbrunn sei der Ausbau des schnelleren Internets bereits abgeschlossen oder wird in den kommenden drei Jahren von den jeweiligen Anbietern fortgesetzt.

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