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Abkochgebot: So verursacht man Gerüchte

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Kommentar Von Gerald Lindner
15.10.2019

Sei Wochen findet man keine Keime mehr im Trinkwasser - und dennoch muss abgekocht werden. Das ist schwer nachvollziehbar. 

Seit Wochen wurden im Gersthofer Leitungswasser bei den täglichen Messungen an 48 Stellen keine Keime mehr festgestellt. So lautet zumindest die Auskunft von Bürgermeister Michael Wörle auf Anfrage unserer Zeitung. Und dennoch hält das Landratsamt am bereits seit 21. August bestehenden Abkochgebot fest. Das ist für die Bürger, die täglich ihr Wasser erhitzen müssen, schwer nachvollziehbar. Zumal ja auch noch nicht völlig ausgeschlossen ist, dass dem Leitungswasser doch noch Chlor zugesetzt werden muss.

Wenn die Bürger bei diesem ihr Leben unmittelbar betreffenden und emotionalen Thema so lange hingehalten werden, ist es kein Wunder, dass Gerüchte entstehen und sich ausbreiten. So wie am Wochenende das von einer bereits laufenden Chlorung in einzelnen Abschnitten des Leitungssystems.

Da die Abkochregelung damit begründet wird, dass noch keine Ursache für die Verkeimung gefunden ist, müssen sich die Verantwortlichen auch die Frage gefallen lassen, wie die Ursache gefunden werden soll, wenn es seit Wochen keine koliformen Keime im Wasser mehr gibt. Trotz rund um die Uhr geschaltetem Informationstelefon kann man die Informationspolitik der Behörden bestenfalls als suboptimal bezeichnen.

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