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Adelsried
08.10.2021

93-Jährige will in Adelsried 15.000 nach Trickanruf abheben

Trickbetrüger haben erneut versucht, Senioren um ihr Erspartes zu bringen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Als die Seniorin der Bankmitarbeiterin von einem Geldabholer erzählt, wird diese misstrauisch und verständigt die Polizei. Durch einen unglücklichen Zufall bleibt die Fahndung erfolglos.

Trickbetrüger haben erneut versucht, Senioren um ihr Erspartes zu bringen. Gleich fünf Anzeigen gingen am Donnerstagnachmittag, bei der Polizei in Zusmarshausen ein

Passiert sind die Anrufe zwischen 12 und 15 Uhr. Die fünf Personen im Alter zwischen 66 und 93 Jahren erhielten von dem unbekannten Anrufer jeweils die Nachricht, dass ein naher Angehöriger einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nun eine Kaution im vierstelligen Bereich zu zahlen wäre, um eine Inhaftierung zu verhindern. Vier von ihnen erkannten die Masche, doch die 93-Jährige ging tatsächlich zur Bank und wollte 15.000 Euro abheben.

Versuchter Trickbetrug in Adelsried: Eine Bankmitarbeiterin wird misstrauisch

Da die Rentnerin am Schalter aber von einem Geldabholer sprach, wurde die Mitarbeiterin misstrauisch und verständigte die Polizei. Sofort wurde der relevante Bereich um den Wohnort der 93-Jährigen mit mehreren uniformierten und zivilen Streifen observiert. Allerdings kamen zwischenzeitlich nichtsahnende Angehörige in die Wohnung der Geschädigten und legten den neben dem Telefon liegenden Hörer versehentlich auf. Damit war der Kontakt zu den Betrügern unterbrochen, die auch nicht mehr anriefen. Die Fahndung musste erfolglos eingestellt werden.

"Die Legende der Trickbetrüger von einem schweren oder tödlichen Unfall eines Angehörigen dürfte hinreichend bekannt sein", sagt Polizeichef Raimund Pauli. Dennoch appelliert er nochmals, auf solche Anrufe nicht zu reagieren und sofort aufzulegen. "Vor allem wäre zielführend, wenn im familiären Kreis dahingehend eine Sensibilisierung von älteren Mitgliedern stattfinden würde", sagt Pauli. (thia)

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