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Neusäß saniert Gebäude

19.06.2009

Ägidiusschule erhält ihr früheres Gesicht

"Ein bayernweit einzigartiges Ensemble und ein Beispiel für den Wiederaufbau nach dem Krieg" besitzt die Stadt Neusäß nach Auffassung des Architekten Stefan Schrammel mit der Ägidiuskirche, der benachbarten Schule und dem Alten Rathaus, die allesamt in den 50er-Jahren entstanden sind. Von Gerald Lindner

Neusäß "Ein bayernweit einzigartiges Ensemble und ein Beispiel für den Wiederaufbau nach dem Krieg" besitzt die Stadt Neusäß nach Auffassung des Architekten Stefan Schrammel mit der Ägidiuskirche, der benachbarten Schule und dem Alten Rathaus, die allesamt in den 50er-Jahren entstanden sind.

Nun soll die Ägidiusschule energetisch saniert werden. Sein Konzept dazu stellte der Architekt dem Bauausschuss bei dessen Sitzung am Donnerstagabend vor. Für die energetische Sanierung des Gebäudes wurden der Stadt Neusäß im Zuge des Konjunkturpakets II Zuschüsse in Höhe von 1,67 Millionen Euro in Aussicht gestellt. "Nach kleineren Sanierungen in den vergangenen Jahren ist jetzt ein Quantensprung angebracht", betonte Schrammel.

Neue Fenster und Türen

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Zu den wichtigsten geplanten Arbeiten gehören die Dämmung der Fassaden und der Dächer einschließlich der Erneuerung der Fenster und Türen. Die Heizzentrale wird mit einer neuen Pelletsheizung ausgestattet. Diese wird ergänzt durch einen Gaskessel. "Gas soll höchstens 20 Prozent des Energiebedarfs decken - der Kessel wird nur zu Spitzenzeiten gefahren, wenn der Bedarf besonders hoch ist."

Mithilfe einer Außentreppe sollen die Fluchtwege aus dem Obergeschoss der Schule verbessert werden. Überdies ist eine Sanierung der Toiletten geplant. Am Seiteneingang wird eine Rampe installiert, die Behinderten den Zugang erleichtern soll.

Passivhausstandard wird allerdings nicht erreicht

Die Folge der Arbeiten: eine deutliche Einsparung des Energieverbrauchs im Vergleich zum derzeitigen Zustand der Schule. Allerdings wird ein Passivhausstandard nicht erreicht, weil keine spezielle Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut werden soll. Trotzdem fallen die Einsparungen um 20 Prozent besser aus, als es der heuer in Kraft tretende Energiestandard 2009 vorsieht.

Die Sanierungsarbeiten an der Schule will Stefan Schrammel auch dazu nutzen, dem Schulgebäude weitgehend das Erscheinungsbild zurückzugeben, wie es sein Großvater in den 50er-Jahre geplant hatte. "Die Kirche und das Alte Rathaus sind bis heute nahezu unverändert erhalten, nun haben wir die Chance, bei der Fassade der Schule zur Bürgermeister-Kaifer-Straße hin das ursprüngliche Konzept wiederherzustellen." Dazu gehöre unter anderem die optische Verlängerung der Fenster sowie die Entfernung der Kupferblende am Rand des Flachdachs.

Schrammels Konzept stieß auf allgemeine Zustimmung im Bauausschuss. Karin Fluhr (Grüne) wollte wissen, ob nicht bei dieser Gelegenheit eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach installiert werden könnte. Dies sei wenig günstig, weil unter anderem die Kirche und hohe Bäume im unmittelbaren Umfeld Schatten auf das Gebäude werfen.

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