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Gersthofen

29.08.2018

Agententhriller aus Gersthofen

Von links: Filmemacher Marcel Cornelius, Philipp Schuler (Ton) und Produzent Matthias Baumgartner während der Dreharbeiten in New York.
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Von links: Filmemacher Marcel Cornelius, Philipp Schuler (Ton) und Produzent Matthias Baumgartner während der Dreharbeiten in New York.

Marcel Cornelius hat mit Matthias Baumgartner mit „Mission: Indestructible II“ sein bisher aufwendigstes Filmprojekt vorgelegt.

„Ein Jahr haben wir gearbeitet wie die Wahnsinnigen, jetzt ist unser Film fertig“, sagt Marcel Cornelius. Der Gersthofer Filmemacher legte nun mit dem Streifen „Mission: Indestructible II – The Rise of Saltfinger“ einen Abenteuerfilm vor. Der Trailer für den rund 50 Minuten langen Spielfilm ist ab sofort online zu sehen.

Bis zum Schluss wurden die Handlung und die Namen der Darsteller unter Verschluss gehalten. „Selbst die Schauspieler kannten den Trailer bis zum Ende nicht“, sagt Marcel Cornelius. Wichtig war es dem Regisseur, zu zeigen, dass auch mit relativ begrenzten Finanzmitteln ein spannender Actionfilm à la Hollywood-Blockbuster entstehen kann. Herausgekommen ist in der Tat ein konsequenter Action- und Unterhaltungsfilm mit vielen Anspielungen auf Gangster- oder Agentenfilme aus den 80er-Jahren.

Der Film ist auch eine Fortsetzung einer komplett anders gedachten Werbemaßnahme der Firma Hydro Tech: Statt eines klassischen Imagefilms  soll hier der werbliche Charakter in eine spannende Geschichte einbettet werden und die Firma als Teil der Geschichte immer wieder auftauchen.

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Marcel Cornelius’ Rezept: „Wenn man für einen Film eine Welt aufbaut, dann muss man die Regeln, die man da aufstellt, beachten – aber realistisch muss es nicht unbedingt sein, es unterhält trotzdem.“

Bekannte Schauspieler aus dem Fernsehen

Cornelius und seinem Team ist es dabei gelungen, bekannte Schauspieler aus dem Fernsehen zu besetzen. Den Helden Jack Steam spielt Raúl Richter – bekannt unter anderem aus der Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Seinen immer hilfreichen Assistenten gibt Tobias Schenke. „Den habe ich kennengelernt, als in Augsburg der Film ,Harte Jungs‘ mit ihm in der Hauptrolle gedreht wurde.“ Damals fragte er Marcel Cornelius, ob dieser nicht auch mal Schauspieler werden wolle. „Mir war aber damals schon klar, dass ich viel lieber hinter der Kamera stehe.“

Vor zwei Jahren traf er Schenke bei der Berlinale wieder. „Ich habe ihn gefragt, ob er Lust hat, in ,Mission Indestructible II‘ mitzuspielen, und er hat Ja gesagt. Und beim Drehen war ich total geflasht von seiner professionellen Performance.“ Selbstverständlich gibt’s auch eine schöne Frau: Sie heißt hier Dr. Ann Fields und wird verkörpert von Ria Kovco. Weiter ist Rocco Stark mit von der Partie. Und als Bösewicht Saltfinger zieht Christian Beier alle Register seines Könnens. „Die Aufnahmen mit ihm waren spannend, weil sein Gesicht im Verlauf des Films entstellt wird, und die Maskenbildner mussten dafür ständig neue Maskenteile für ihn fertigen.“

Eines hat Drehbuchautor und Regisseur Marcel Cornelius und seinen Produzenten Matthias Baumgartner besonders gefreut: „Die bekannteren Schauspieler haben mir vertraut und mir bei der Arbeit viel Freiraum gegeben.“

In New York wurden Straßenszenen und Luftaufnahmen gedreht

Für Außenaufnahmen ging’s für das Team zeitweise sogar nach New York. Dort wurden Straßenszenen und mit Drohne und Hubschrauber auch Luftaufnahmen gedreht. „Da hatten wir großes Glück: Wir waren im November dort und am letzten Tag unserer Dreharbeiten haben sie dort die Weihnachtsdekoration aufgebaut“, erzählt der Regisseur. Das wäre fatal gewesen, spielt doch die Handlung im Sommer – unter anderem gibt’s eine rasante Autojagd in einer sonnendurchfluteten Wüste.

Auch wenn die Handlung wirklich den spannenden Eindruck macht wie bei Filmen, in denen üblicherweise Tom Cruise den Helden gibt, entstanden die Filmszenen zu 80 Prozent in Augsburg und Gersthofen, betont Cornelius. Das Autorennen wurde beispielsweise auf dem Parkplatz vor seinem Filmstudio gedreht.

„Den Rest haben wir dann mit 3-D-Animation gemacht – drei Monate lang 16 Stunden am Tag geschnitten und das Tageslicht nicht gesehen“, sagt Cornelius. „Dabei haben wir immer wieder mal Zweifel gehabt, ob wir das schaffen.“ Für aufmerksame Zuschauer aus der Region hat er auch „Easter Eggs“ (Ostereier) eingebaut. Das sind kleine Gags, die zum Beispiel auf Augsburg oder andere Drehorte oder auf andere Filme verweisen – immer mit einem kleinen Augenzwinkern.

„Mein Wunsch ist, etwas in die große Filmbranche einzusteigen und zu zeigen: Wir in Gersthofen können das auch.“ Bereits einen Tag nach der Freischaltung hatte der Trailer schon 31200 Aufrufe. „Jetzt brauchen wir noch möglichst viele Online-Clicks, das erhöht unsere Chance, auf Festivals eingeladen zu werden“, sagt Marcel Cornelius.

Im Oktober soll dann die Uraufführung des ganzen Streifens sein. „Dafür müssen die Fans den Trailer jetzt möglichst oft anklicken.“ Und wenn alles klappt, wollen sich Marcel Cornelius und Matthias Baumgartner im kommenden Jahr an einen abendfüllenden Streifen wagen.

Zu sehen ist der Trailer des Films unter anderem auf Facebook unter der Adresse „Mission Indestructible“. Zum Trailer

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