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Zusmarshausen

02.12.2019

Aldi in Zusmarshausen will sich vergrößern

Der Discounter Aldi in Zusmarshausen braucht mehr Platz zum Verkaufen, Lagern sowie zum Backen und will sich vergrößern. Nun befasste sich der Gemeinderat mit dem entsprechenden Antrag.
Bild: Marcus Merk

Der Discounter in Zusmarshausen will sich vergrößern. Konkret geht es um neue Räume für Backwaren und mehr Verkaufsfläche.

Der Discounter Aldi will sich in Zusmarshausen vergrößern. Für die bauliche Expansion und damit ein breiteres Angebot hat jetzt der Gemeinderat den Weg frei gemacht. Nachdem – wie berichtet – ein Ausschuss im vergangenen Frühjahr für die Erweiterung des Standorts im Osten der Marktgemeinde grünes Licht gegeben hatte, folgte nun mit der Änderung des Bebauungsplanes „Steineberg“ ein weiterer entscheidender Schritt seitens der Kommune.

Verkaufsfläche soll auf rund 1050 Quadratmeter wachsen

Der Discounter braucht mehr Platz zum Verkaufen, Lagern sowie zum Backen. Sagt dann auch noch das Landratsamt Ja zum Ausbau, können die geplanten Veränderungen umgesetzt werden. Konkret geht es um zwei Anbauten am bestehenden Gebäude im Bereich Melanderstraße/Richtstattweg an der Ost- und Südseite. Im größeren Bau sollen etwa Pfand- und Backräume einziehen, im kleineren unter anderem ein Lager. In baurechtlicher Hinsicht als Knackpunkt erweist sich die Verkaufsfläche des ganzen Projekts, die seit 2002 von 750 Quadratmetern auf 850 Quadratmeter angestiegen war und jetzt sogar auf rund 1050 Quadratmeter wachsen soll.

Daher hatte es seitens des Landratsamtes immer wieder sogenannte Befreiungen von Festsetzungen im rechtskräftigen Bebauungsplan gegeben. Dort waren ursprünglich einmal maximal 250 Quadratmeter vorgesehen gewesen. Für die neuerliche Modernisierung wurde daher eigens ein „Sondergebiet Einzelhandel“ ausgewiesen, um die vorgesehenen Änderungen auf den rechten Weg zu bringen.

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Beschluss durch die Bürgervertreter verlief geräuschlos

Dass der Beschluss durch die Bürgervertreter relativ geräuschlos ausfiel, hat auch damit zu tun, dass Verwaltung wie Ratsgremium gute Bedingungen für bestehendes wie künftiges Gewerbe schaffen möchten. Das zeigte sich bereits bei der positiv beschiedenen Bauvoranfrage Anfang des Jahres. Und Bürgermeister Bernhard Uhl, der die jüngste Beratung des kommunalen Gremiums leitete, spricht vom Bemühen um günstige Standortvoraussetzungen. Allerdings ist vom Konzernbetreiber selbst bekannt, dass man über die Lage im Osten nicht besonders glücklich sei. Allerdings werden die nun abgesegneten Ausbaupläne von Mitgliedern des Gemeinderats auch als Bestätigung für den Verbleib an der Zusam gewertet.

Als auch nicht gerade begeistert zeigte sich Ratsmitglied Thomas Günther aus einem anderen Grund: Zum Vorhaben des Betreibers zählt ein Werbe-Pylon mit einer Höhe von siebeneinhalb Metern, das nach dem derzeitigen Baukonzept „Steineberg“ gar nicht zulässig wäre, aber durch den aktuellen Mehrheitsbeschluss nun zum „Gesamtpaket“ gehört. „Solche Riesenschilder passen nicht zu uns“, hatte der streitbare Rat schon bei der ersten Befassung mit dem Thema beklagt und vor einer Vermehrung im Ortsbild mit störenden Folgen gewarnt. Auch bei der vergangenen Sitzung machte Thomas Günther seinen Unmut darüber laut, betonte aber auch, dass er das Projekt an sich akzeptiere.

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