Öko-Markt

19.09.2016

Alles öko

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Michelle Weber (links) und Cecilia Feistler sorgten mit veganem Eintopf und veganen Burgern für das leibliche Wohl.

In Meitingen gibt es vegane Burger und bemalte Kürbisse, aber auch nachdenkliche Worte zum eigenen Konsumverhalten

„Heute ist die Bezeichnung Schirmherr angebracht“, scherzte Bürgermeister Michael Higl mit Blick auf den mit Regenwolken übersäten Himmel über Meitingen bei der Eröffnung des 22. Meitinger Öko-Marktes. Jedes Jahr bereichert die Ortgruppe Meitingen im Bund Naturschutz den Veranstaltungskalender der Marktgemeinde. Unter dem Motto „Regional, bio, fair und nachhaltig“ boten etwa 25 Teilnehmer Produkte sowie Dienstleistungen auf dem Rathausplatz an.

Des Weiteren gab es Informationen rund über Umwelt- und Naturschutz sowie eine große Angebotspalette von Naturkostwaren und Speisen. Das große Angebot in den einzelnen Ständen reichte von Obst und Gemüse bis zu Biowein, Biobier und Bio-Olivenöl. Aber auch sanfte Kosmetik, Vollholzmöbel, Kunsthandwerk aus Naturmaterialien wie Drechselarbeiten oder Weidenkörbe gehörten zum Angebot. Zu essen gab es gebratenen Fisch, vegetarische und vegane Speisen wie Salatteller mit Kürbisschnitzel und veganes Chili. Auch Bier, Weine, Limonade sowie Apfelsaft wurden ausgeschenkt. Damit bei den kleinen Besuchern keine Langeweile aufkam, sorgte das Klexs-Theater mit der Vorführung des Stücks „Der Glitzerfisch“ im Bürgersaal für einen unterhaltsamen Nachmittag, an dem auch noch ein Luftballonwettbewerb stattfand.

Mit Country-Musik, Pop und Rock sowie Folk unterhielten The Villageboyz aus Westendorf das Publikum. Um 10 Uhr eröffneten die Nachwuchsbläser des Meitinger Jugendblasorchesters unter der Leitung von Nicole Möckl mit dem Stück „Born to Be Wild“ die Veranstaltung.

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„Schade, dass sich die schöne Wetterperiode verabschiedet hat und diese Veranstaltung nicht unter Sonnenschein stattfinden kann“, beklagte eine Besucherin, die ihren Regenschirm als wichtigstes Utensil für einen Marktbesuch bezeichnete. Auch die Vorsitzende der Meitinger Ortsgruppe im Bund Naturschutz, Gudrun Schmidbaur, konnte sich nicht daran erinnern, dass der Markt von so schlechtemWetter wie am heutigen Tag umrahmt wurde.

Welche Ziele bewegen uns in der heutigen Zeit am meisten? Mit dieser Frage eröffnete die Vorsitzende und gab auch gleich die Antworten dazu. Es seien, so Schmidbaur, der Erhalt der Lebensgrundlagen Luft, Boden, Wasser sowie Ressourcenschutz und Artenvielfalt. Aber auch die Entwicklung beim Klimaschutz, die CO2-Bilanz, der Verkehr, der Flächenverbrauch oder die Entsorgung von Atommüll würden der Ortsgruppe Sorgen bereiten. „Unser Verhalten von heute hat Konsequenzen für morgen“, mahnte die Vorsitzende. Gudrun Schmidbaur forderte, man müsse künftig mehr global denken und lokal handeln, wobei jeder Einzelne die Entscheidung dafür selbst trägt.

Johannes Enzler, Vorsitzender der Kreisgruppe Bund Naturschutz Augsburg, lobte die Initiative der Meitinger Ortsgruppe. „Der Öko-Landbau macht immer mehr Fortschritte, die Menschen leben wieder ernährungsbewußter und interessieren sich auch zunehmend für den Schutz der Umwelt sowie die Erhaltung der Natur“, betonte Enzler.

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