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Allmannshofen

20.05.2020

Allmannshofens neuer Bürgermeister will seine Lockerheit behalten

Für seine erste Woche im Amt hat sich Markus Stettberger bei seinem Hauptjob bei der SGL in Meitingen freigenommen. Noch fühlt es sich für den 48-Jährigen ungewohnt an, nun Bürgermeister der Gemeinde Allmannshofen zu sein.
Bild: Steffi Brand

Plus Markus Stettberger hat seine erste Woche als neuer Bürgermeister mit einem ordentlichen Schreibtisch und dem Vorsatz beendet, weitere Rituale zu schaffen. 

Nachdem es auch in Allmannshofen zu einer durch die Corona-Pandemie bedingten sang- und klanglosen Übergabe zwischen Manfred Brummer und dem neuen Rathauschef Markus Stettberger kam, fühlte es sich für den „Neuen“ nach der ersten Woche im Amt noch „ungewohnt und komisch“ an, verrät er.

Bereits in der Nacht auf den 1. Mai, also in der Nacht zu seinem ersten Tag im Amt, sei Stettberger pünktlich zur Mitternacht aufgewacht und habe sich gefragt: „Jetzt soll ich Bürgermeister sein?“ Nun hofft der 48-Jährige, dass er trotz seines Wechsels vom Zweiten zum Ersten Bürgermeister seine Lockerheit und seine Freiheiten behalten kann und auch weiterhin ein respektvolles und faires Miteinander im Ort erleben wird. Der Betriebsratsvorsitzende der SGL in Meitingen hofft auf breite Zustimmung für seine künftigen Entscheidungen, weiß aber auch, dass man es nicht immer allen recht machen kann. Dort, wo er aktiv wird, geht es meist um Menschen und um ihre wichtigsten Bedürfnisse.

Wohn- und Lebensraum für die Bürger gestalten

In seinem Hauptberuf tritt er für die menschlichen Bedürfnisse nach einem sicheren Job und einem fairen Gehalt ein, als ehrenamtlicher Bürgermeister von Allmannshofen möchte er den Wohn- und Lebensraum für die Bürger gestalten. So sieht sich der 48-Jährige nicht als Bürgermeister, der allein in seinem Büro sitzt, sondern der mit und für die Menschen agiert und dank moderner Techniken, die Stettberger künftig verstärkt nutzen will, vielleicht sogar die eine oder andere Aufgabe effizienter gestalten kann.

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Stettbergers erste Amtshandlung als Bürgermeister war hingegen alles andere als angenehm, denn er musste den Standbetreibern, die beim Johannimarkt im Juni ihre Waren hätten anpreisen wollen, absagen. Der Markt findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Auch einige Veranstaltungen in der Kirchberghalle wurden gecancelt.

Feierliche Verabschiedung für seinen Vorgänger

Wenn die Corona-Lage es wieder zulässt, will er das nachholen, was sein Vorgänger Manfred Brummer nicht mehr abschließen konnte, wie etwa die Einweihung des Bauhofs, des Holzenwegs und des Landkreiswegs. Zudem wünscht sich Stettberger eine feierliche Verabschiedung für seinen Vorgänger sowie für vier Gemeinderäte, die das Gremium verlassen haben. Optimistisch hat Stettberger bereits einen Termin dafür ins Auge gefasst. Am 2. Oktober könnte die Verabschiedung nachgeholt werden – „wenn die Corona-Einschränkungen dies zulassen“, ergänzt der 48-Jährige.

Welche weiteren Projekte in der Gemeinde anstehen, werden die nächsten Sitzungen zeigen, erklärt Stettberger. Analysiert werden müsse der Bedarf an Kinderbetreuung. Aktuell gibt es eine befristete Erlaubnis, zehn zusätzliche Krippenkinder aufzunehmen. Für seine weiteren Aufgaben, beispielsweise als Standesbeamter, fühlt sich Stettberger gut gerüstet. Bei etwa 20 Trauungen jährlich (die nur einen Bruchteil aller Trauungen in Kloster Holzen darstellen) konnte er bereits Erfahrungen als Standesbeamter sammeln.

Privatleben soll sich im besten Fall nur wenig ändern

Seit der Einweihung der Kirchberghalle im Jahr 2014, also kurz nachdem Stettberger erstmals ins Gemeinderatsgremium und eben dort direkt zum Zweiten Bürgermeister gewählt wurde, kümmert er sich um den beliebten Veranstaltungsort in Allmannshofen. Darüber hinaus hat er bereits seit Herbst vergangenen Jahres, als der Kindergarten in die kommunale Trägerschaft überging, für diese Einrichtung verantwortlich gezeichnet. Was die Zukunft für ihn als Bürgermeister bringt, weiß der 48-Jährige noch nicht. „Ich plane mit sechs Jahren, schließe aber die 12 Jahre im Ehrenamt nicht aus“, verrät er. Dem Familienvater macht es Spaß, Neues auszuprobieren, und nachdem sowohl seine Ehefrau als auch sein Arbeitgeber Unterstützung signalisierten, stand der Kandidatur und dem Amtsantritt nichts mehr im Wege. An seinem Privatleben soll sich im besten Fall nur wenig ändern, wünscht er sich.

Auch sein Fazit über seine erste Woche im Amt fällt positiv aus: „Ich werde noch an täglichen Ritualen feilen“, nimmt er sich vor. Dazu sollen Fahrten in die Verwaltungsgemeinschaft nach Nordendorf und der Gang zum Briefkasten gehören. Ansonsten will er daran festhalten, womit das gesamte Gremium als Wahlspruch angetreten ist – mit dem Wunsch, die Heimat zu erhalten und die Heimat zu gestalten.

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