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TV-Hauptrolle für Weldener

07.04.2012

Als Weber im Augsburg des 16. Jahrhunderts

In dieser düsteren Druckerei will Klaus Öhler als Weber politische Schriften drucken lassen.

Klaus Öhler aus Welden schlüpfte für die  Filmreihe "Das Bayerische Jahrtausend" des Bayerischen Rundfunks in eine Hauptrolle.

Auf einem Foto vom Februar 2011 ist Klaus Öhler aus Welden nicht wiederzuerkennen. Er trägt einen langen Bart, seine Haare sind zerzaust und bedeckt von einem merkwürdigen Hut. Man sieht ihn darauf bei den Dreharbeiten zu „Das Bayerische Jahrtausend“. Er spielt einen Weber, der im Augsburg des 16. Jahrhunderts um das Dasein seiner Familie kämpft. Damit ist er einer der Hauptfiguren der historischen Filmreihe, die in zehn Teilen jeweils ein Jahrhundert bayerische Geschichte beleuchtet.

Am Ostersonntag werden viele seiner Bekannten vor den Fernsehern verfolgen, was in Augsburg vor 500 Jahren passiert ist. Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl führt durch die Fakten und der Weldener peppt zusammen mit anderen Schauspielern aus Augsburg und Umgebung die Informationen durch lebendige Szenen auf. „Das Konzept ist wirklich gut und sehenswert“, findet der 45-Jährige. Er kann nicht von sich behaupten, dass sein Interesse an der Geschichte ihn 2010 dazu bewegt hat, zum Casting für die Rolle des Webers zu gehen. Doch im Nachhinein betrachtet, ist er neugierig geworden. „So ist Geschichte interessant.“

Klaus Öhler hat bereits vor seinem Auftritt als Weber Erfahrungen als Darsteller gesammelt. Er war Statist im Augsburger Stadttheater, spielte mit beim historischen Drama „Bergblut“ und war ein Firmenvertreter in „Alemania“. Er vermutet, dass seine Vorgeschichte ausschlaggebend dafür war, dass er zwei Wochen nach dem Casting, bei dem er sich vorgestellt hatte, einen überraschenden Anruf bekam: Er sollte die Hauptrolle im Teil über das 16. Jahrhundert in der Stadt Augsburg werden. Die Schauspielerei ist für den Weldener eine Abwechslung. „Ich hatte Spaß und es ist interessant, was so hinter den Kulissen abläuft.“

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Die Folge wird am Ostersonntag gezeigt

Der 45-Jährige war beeindruckt von den aufwendigen Kulissen. „Es musste alles perfekt passen. Dafür wurde ein riesiger Aufwand betrieben.“ In einem Museum in Wangen kreierten jede Menge Helfer die perfekte Atmosphäre für eine Druckerei des 16. Jahrhunderts. In einem düsteren benebelten Raum hängen die frisch gedruckten Flugblätter im Raum verteilt. In dieser Szene will Klaus Öhler als Weber politische Aufrufe drucken lassen.

Ausstrahlung Ostersonntag, 8. April, Bayerischer Rundfunk, 22 Uhr: „Das Bayerische Jahrtausend, Folge sechs: Das 16. Jahrhundert: Augsburg“.

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