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Meitingen-Waltershofen

19.05.2017

Als ein Ort gemeinsam anpackte

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Hoch her ging es, als 1997 das Bürgerhaus in Waltershofen gebaut wurde. Die Einwohner des Meitinger Ortsteils krempelten die Ärmel hoch und schufteten gemeinsam 7500 Stunden.
Bild: Repro: Maximilian Braun

Vor 20 Jahren bauten sich die Bürger ihr eigenes Gemeinschaftshaus. 7500 Stunden arbeiteten 100 Helfer an dem Gebäude. Das wird demnächst gefeiert

Es war eine außergewöhnliche Leistung. Vor rund 20 Jahren krempelten die Bürger aus Waltershofen die Ärmel hoch und bauten sich eigenhändig ihr Bürgerhaus. Die rund 100 Helfer schufteten dafür 7500 Stunden. Der runde Geburtstag des Gemeinschaftsgebäudes wird nun gemeinsam mit dem 140-jährigen Bestehen der Feuerwehr vom 26. bis 28. Mai groß gefeiert.

Gebhard Durner war der Mann, bei dem in der Bauphase fast alle Fäden zusammenliefen. Der 61-Jährige, der heute in der Schweiz lebt, erinnert sich genau: „Damals gab es eine richtige Euphorie im Ort. Das hat Waltershofen vorher und nachher nicht mehr erlebt“. Der harte Kern der Helfer opferte im August 1996 sogar Urlaub, um den Rohbau zu stemmen. Statt Sonne und Strand gab es Ziegel und Beton.

Die Motivation damals war groß. Seit Jahren hatten sich die Bürger einen Treffpunkt für die Vereine gewünscht. Denn laut Durner hatte es in den 80er eine Art Renaissance des Dorflebens gegeben. 1983 gründete sich der Sportverein „TSG Lechbruck“ und ein paar Jahre später der Gartenbauverein. Somit gab es nun zusammen mit der Feuerwehr drei Vereine im Ort. Doch es fehlte ein Gebäude, in dem sich die Mitglieder treffen konnten, da es nur ein kleines Feuerwehrgerätehaus gab.

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„Anfangs wollten die Vereine ihr eigenes Süppchen kochen“, sagt Durner. Doch nach und nach entstand die Idee, ein Gemeinschaftsgebäude zu bauen und dafür auch die Marktgemeinde Meitingen mit ins Boot zu holen. Der Grund: In dem Ortsteil gab es weder einen Saal für Bürgerversammlungen noch ein Wahllokal. Der damalige Bürgermeister Alfred Sartor zog schließlich mit und die Marktgemeinde stellte das Grundstück, auf dem das Feuerwehrgerätehaus stand, dafür zur Verfügung. „Es wurde vertraglich festgelegt, dass die Kommune Eigentümer des Gebäudes bleibt und die Vereine Pächter und Nutzer sind“, erklärt Durner. Aber auch die Bürger können die Räumlichkeiten für Feiern und Fest mieten.

Nach nicht einmal neunmonatiger Bauzeit war das Gebäude fertig. Neben Räumen für die Feuerwehr und die Vereine ist das Herstück des Hauses der große Saal im Obergeschoss samt Küche und Ausschank, der Platz für 100 Personen bietet. Das Bürgerhaus wurde im Mai 1997 feierlich eingeweiht. Damals hielt Gebhard Durner die Festrede, wie nun auch - 20 Jahre später – zum Jubiläum.

Bei den Feierlichkeiten gibt es ein weiteres Highlight. Die Bürger aus Waltershofen dürfen, wie berichtet, ihr eigenes Wappen wählen. Die Entwürfe hierzu werden am Freitag, 26. Mai, um 19 Uhr im Bürgerhaus präsentiert.

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