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24.07.2010

Altes Handwerk ist wieder interessant

Altes Handwerk ist wieder interessant

Diedorf-Anhausen Einen Dengelkurs bot der Verein für Gartenbau und Landespflege Anhausen an. Bereits zum zweiten Mal fand die Veranstaltung im Hof des landwirtschaftlichen Anwesens von Anselm Strehler in Anhausen statt, der selber leidenschaftlicher "Dengler" ist. Fast 30 Teilnehmer - darunter auch einige Damen - hatten teilweise die eigene Sense mitgebracht, die sie vor Ort wieder schärfen konnten.

Der Verein hatte verschiedene Dengelanlagen für unterschiedliche Techniken vorbereitet. Zur klassischen Methode mit Dengelhammer und -amboss gab es auch technische Weiterentwicklungen. Ein neuartiger "Dengelapparat" besteht aus einer Art Schlaghülse, in die das Sensenblatt eingeführt wird. Durch dosierte Schläge mit einem konventionellen Hammer auf die Hülse wird die Schneide automatisch geplättet - "Fehlschläge" sind praktisch unmöglich. Auch zwei komplette Böcke mit Sitzvorrichtung wurden vorgestellt.

Anselm Strehler und Willi Wegele erläuterten den Teilnehmern, dass die Aufgabe beim Dengeln darin besteht, das Sensenblatt im Schneidebereich zu härten. Durch die Bearbeitung mit dem Hammer wird ein zwei bis fünf Millimeter breiter Streifen, der "Dengel", verdichtet. Wird danach die Schneide mit einem Wetzstein geschärft, bleibt sie länger scharf. Mit dem Ergebnis zeigten sich die teilweise fachkundigen Teilnehmer beim Probemähen auf den umliegenden Wiesenflächen sehr zufrieden. Man könne aber auch Fehler beim Dengeln machen, erläuterten die Experten. Wenn man den Hammer nicht gleichmäßig und dosiert führt, gibt es Furchen und Wellen im Sensenblatt. Das muss dann durch Nachfeilen und Schleifen mit dem Wetzstein wieder ausgeglichen werden.

Auch über die Stellung des Sensenblattes zum Sensenstiel, dem "Worp", gab es fachmännischen Rat. Der Winkel zwischen Sensenblatt und -stange sollte so eingestellt werden, dass sich der Radius zur Spitze der Schneide hin um zwei Fingerbreit verkürzt.

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