Meitingen

08.09.2018

Am Anfang war die Liebe

Filippos Vergas und Gela Netzel verliebten sich vor fünf Jahren ineinander. Mit viel Liebe und einem Händchen fürs Dekorieren hat Gela Netzel nun das Cottage eingerichtet.

Wie Angela Netzel und Filipp Vergas zunächst nach Meitingen und dann ins Cottage kamen.

Es ist eine Liebesgeschichte, die Angela („Gela“) Netzel nach Meitingen gebracht und sie letztlich zur Filialleiterin des Cottages gemacht hat, das erst kürzlich in der Langenreichener Straße in Meitingen eröffnet hat.

Diese Lovestory begann im Mai 2013. Gela, die damals noch bei Ingolstadt lebte, traf auf Filipp Vergas, der aus beruflichen Gründen von Lippstadt nach Kassel, und schließlich nach Allmannshofen gezogen ist. Dann trafen sie sich - nicht etwa zwischen Ingolstadt und Allmannshofen - sondern online. Zwei Jahre führte das Paar eine Wochenend-Beziehung. Dann war klar: Sie wollten zusammenziehen.

Ein neues Zuhause für sechs Personen

Dass das zunächst gar nicht so einfach war, erklärt sich mit Blick auf die Familien. Sie ist Mama von zwei Söhnen (16, 18). Er hat ebenfalls zwei Kinder im Alter von 24 und 27 Jahren. Zu sechst wollten sie damals ein neues Zuhause finden. Im Jahr 2015 erfüllten sie sich diesen Wunsch und zogen in ein Siedlerhaus in Meitingen.

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Gela hatte auch beruflich Glück. Nach über 20 Jahren bei der Modekette H&M konnte sie vergleichsweise problemlos in die Filiale nach Donauwörth wechseln. Doch die gelernte Dekorateurin merkte auch: „Die Kolleginnen könnten meine Töchter sein.“ Mit diesem Bewusstsein reifte die Idee, ein zweites berufliches Standbein aus der Taufe zu heben - und noch einmal neu durchzustarten.

Mit viel Liebe und Gespür für Ästhetik

Ein Onlineshop mit Lädchen mit griechischen Spezialitäten schwebte Filipp vor. Auch der Verkauf von Freizeitartikeln war eine Idee. „Doch Stand-Up-Paddling und diese Dinge sind rein gar nichts für mich“, verrät Gela lachend. Es musste also etwas sein, bei dem sie ihre Fachkompetenz - das Dekorieren mit viel Liebe und Gespür für Ästhetik - voll und ganz ausleben konnte.

Dass sie das in „ihrem Cottage“ nun kann, sieht jeder, der den Eingang findet. Dieser befindet sich aus der Straßensicht hinter dem Gebäude. Ein Ambiente, bei dem sich die Kunden direkt heimisch fühlen sollen, erwartet sie drinnen. Als klar war, dass das Cottage ihr beruflicher Neuanfang werden sollte, verbrachten beide Tag und Nacht vor dem Computer und suchten nach geeigneten Händlern und Produkten. „In unserem Schlafzimmer standen Flipcharts mit zahlreichen Ideen und Notizen“, erinnert sie sich an die Zeit vor der Eröffnung.

Der Ansatz der Produktauswahl ist klar: Es gibt wenig Produkte, die in großen Chargen verfügbar sind. Stattdessen sind es häufig Einzelstücke oder solche, die nur in geringen Stückzahlen verfügbar sind. Jeder Kunde soll sich vorstellen können, wie die Waren auch zuhause wirken könnten.

Das urige und gemütliche Ambiente dürfte so manchem noch aus dem „s’Käschtle“ bekannt sein, dass sich eben dort befand, wo heute Gela ihre Kunden begrüßt. Bis Weihnachten befinde sich das Cottage im Probelauf, erklärt das Paar. Dann müsste gegebenenfalls an der Produktauswahl nachjustiert werden.

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