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Feier

01.12.2016

Am Samstag bekommt die neue Begegnungsstätte einen Namen

Diedorfer machten Vorschläge. Ehrenamtliche bieten Fahrradwerkstatt, Handarbeit und helfen beim Deutschlernen

Nachdem Mitte September die neue Begegnungsstätte in der Bahnhofstraße 18 offiziell eröffnet wurde, bekommt diese nun am Samstag, 3. Dezember, bei einer Feier um 19 Uhr einen Namen.

Bereits bei der Eröffnung konnten die Besucher bei einem Kreativwettbewerb Vorschläge für den zukünftigen Namen und das Logo der Einrichtung abgeben. Nun werden die Gewinner nächsten Samstag prämiert. Zu sehen ist zudem eine Foto-Ausstellung der Anhauser Künstlerin Erika Kassnel-Henneberg unter dem Titel „Drei Weisheiten“, bestehend aus Fotos, die bei der Eröffnung der Begegnungsstätte entstanden.

Die ehrenamtlich organisierte Einrichtung will Begegnung schaffen und steht allen interessierten Bürgern offen. Dabei wendet sie sich an unterschiedliche Zielgruppen, an Jugendliche und Senioren, an alteingesessene Diedorfer genauso wie an Neuankömmlinge. „Wir wollen ein generationenübergreifendes Angebot bereitstellen“, meint Veronika Thum-Köglowitz, eine der 15 ehrenamtlich Mitwirkenden. Das Angebot wiederum ist breit gefächert. So gibt es beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, die gespendete Fahrräder wieder funktionstüchtig macht und sie dann Asylbewerbern zur Verfügung stellt. Bei Kursen soll man auch lernen können, wie man Fahrräder selbst repariert.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist der Kleiderstadel. Dort können Interessierte Second-Hand-Kleidung zu günstigen Preisen erwerben, die sich wiederum aus Kleiderspenden speisen. Im Deutsch-Café erwerben Asylbewerber im Austausch mit Diedorfer Bürgern Deutschkenntnisse und knüpfen Kontakte. Außerdem gibt es von der Diakonie eine Asylberatung, bei der Fragen rund um die Themen Asyl und Integration beantwortet werden. Zu verschiedenen Zeiten in der Woche kann man sich in der „offenen Teeküche“, bei einer Tasse Tee oder Kaffee sowie kleinen Leckereien austauschen. Immer freitags von 10 Uhr bis 12 Uhr laden Paola Bartl und Andrea Eberle zum gemeinsamen Handarbeiten ein. Hier wird zusammen gekocht, gestrickt und geredet. „Bisher trauen sich die Leute noch nicht so richtig“, meint Andrea Eberle. Sie würde gerne zu ihrem Do-it-yourself-Workshop neben bekannten auch unbekannte Gesichter begrüßen.

Die Begegnungsstätte besteht zum einen Teil aus einem alten Bauernhof, der vom Landratsamt zur Unterbringung von Geflüchteten angemietet wurde. Zum anderen mietete die Gemeinde Diedorf eine angrenzende Lagerhalle. Diese war allerdings dringend sanierungsbedürftig. Für die Instandsetzung kamen gleich mehrere Sponsoren auf, die nun auch Beiträge zum laufenden Betrieb leisten. Darunter finden sich IKEA Augsburg, Freudenberg Haushaltsprodukte GmbH Augsburg, die Kolpingsfamilie Diedorf, die Brauerei Ustersbach sowie die Arbeiterwohlfahrt Diedorf. Die ehrenamtlichen Helfer wollen für die Zukunft ein ausführliches Programm entwickeln: „Unser Ziel ist ein breites kulturelles Angebot“, sagt Thum-Köglowitz. (fha)

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