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Landkreis Augsburg

10.09.2018

Anbieter planen neue Sendemasten im Augsburger Land

Ohne Baumaßnahmen wird es keinen besseren Empfang geben.
Bild: dpa

Für den LTE-Empfang soll im Kreis Augsburg nachgebessert werden. 

Im Augsburger Land müssen Mobilfunkbetreiber offenbar großflächig ihre Netze nachrüsten. Allein die Deutsche Telekom plant, in 16 von 46 Städten und Gemeinden des Landkreises neue Sendestandorte zu errichten, darüber hinaus sollen bestehende modernisiert werden, damit auch dei den so genannten LTE-Standard unterstützen. Das sagte der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) gegenüber unserer Zeitung. Er weiß auch: Das kann Ärger geben.

Hintergrund des Ausbaus sei eine Verpflichtung, welche die Betreiber eingingen, als sie vom Bunde die Mobilfunklizenzen ersteigerten. Danach müssten bestehende „weiße Flecken“ bei der LTE-Versorgung bis Ende 2019 geschlossen werden. Allein in Bayern wolle die Telekom 1000 neue Sendestandorte für den errichten, sagte Durz. Der CSU-Politiker aus Neusäß ist im Bundestag stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses „Digitale Agenda“. Das Gremium befasst sich mit verschiedenen Aspekte der Digitalisierung und Vernetzung. Darin sollen fachübergreifend entscheidende Weichen für den digitalen Wandel gestellt werden.

Telekom-Karte zeigt die Lücken

Dieser aber scheitert in manchen Gegenden schon daran, dass kein schneller Zugang zum Internet möglich ist. Genau dafür soll der LTE-Standard im mobilen Bereich sorgen. Doch wie eine Karte der Telekom zeigt, gibt es noch Lücken – und das auch in Städten wie Gersthofen und Neusäß. Größer werden diese dann in einigen ländlichen Gegenden. „gerade in den Stauden gibt es komplett weiße Flecken,“ sagt Durz. Und ohne LTE ist auch das neuste Smarthohne oft nur die Hälfte wert.

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In den Augen von Durz ist das für die betroffenen Gegenden ein echter Standortnachteil. Die Versorgung mit dem LTE-Standard für Dörfer sei auch eine Frage der gleichwertigen Lebensverhältnisse von Stadt und Land.

Ausbau führt regelmäßig zur Protesten

Allerdings führt der Ausbau der Mobilfunknetze auch regelmäßig zur Protesten. Aus Angst vor Strahlenbelastung und gesundheitlichen Folgen gehen immer wieder Anwohner auf die Barrikaden, im vergangenen Jahr zum Beispiel im Neusässer Stadtteil Täfertingen. Die Proteste können durchaus Erfolg haben, wie ein Beispiel aus dem Nachbarlandkreis zeigt.

In Rehling (Aichach-Friedberg) wehrten sich Bürger eineinhalb Jahre gegen einen 45 Meter hohe Stahl-Funkmast für den Behördenfunk, der im Abstand von 160 Metern zu Wohnhäusern erreichtet werden sollte. Nun kommt es anders. Es wird zwei Masten geben mit deutlich größeren Abständen. Ein weiteres Beispiel ist der Gablinger Ortsteil Lützelburg. Dort kämpfte eine Bürgerinitiative über mehrere Jahre, bis ein Sendemast aus dem Dorf verschwand.

Den Ärger der Anwohner bekommen meist die Kommunalpolitiker ab. Denn, so Durz: „Die Gemeinde entscheidet, wo der Standort ist.“ Unter dem Druck der Bürger tritt deshalb manche Kommune beim Ausbau offenbar lieber auf die Bremse. In einem Dorf im Landkreis durfte die Telekom erst nach mehrjährigen Verhandlungen zur Tat schreiten. Kommentar

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