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Angeln in Corona-Zeiten

Angeln in Corona-Zeiten
Kommentar Von Matthias Schalla
06.04.2020

Angler dürfen sich glücklich schätzen. Ihr Freizeitvergnügen kann auch trotz Ausgangssperre ausgeübt werden - meistens.

Dieser Witz wird bei Anglern immer wieder gerne erzählt. Sitzen zwei Männer mit der Rute in der Hand am Wasser. Keiner redet. Nach zwei Stunden schlägt der eine sein Bein übers andere. Daraufhin sein Kollege verärgert: „Wollen wir jetzt tanzen oder fischen“? Petrijüngern ist natürlich klar, dass diese Methode typisch für das Ansitzfischen ist. Mit viel Geduld und einem ausreichenden Getränkevorrat sitzt der Angler stundenlang auf seinem Stuhl und wartet darauf, dass an der Schnur das Glöckchen erklingt.

Wesentlich mehr in Bewegung sind dagegen die Spinn- und Fliegenfischer. Sie schmeißen unentwegt ihre künstlichen Köder ins Wasser, drehen an der Rolle, holen den Köder zurück, schmeißen ihn wieder rein, holen ihn raus, schmeißen ihn wieder rein..! Dieses emsiges Treiben beobachtet der tiefenentspannte Karpfenjäger oft mit einem spöttischen Lächeln. Doch nun haben die Ansitzfischer ihre Quittung bekommen.

„Was ihr da macht, das hat mit Sport nichts zu tun“

Da Angeln trotz Ausgangsbeschränkung in Corona-Zeiten als Sport zählt und somit erlaubt ist, waren die heimischen Seen in der vergangenen Tagen gut besucht. Dementsprechend gab es auch Kontrollen von der Polizei. Spinn- und Fliegenfischer wurden freundlich gegrüßt. Hin und wieder kam die obligatorische Frage „beißt was?“. Den Karpfenfischern jedoch ist ihr Lächeln schnell vergangenen. Sie mussten auf polizeilicher Anweisung den See verlassen. Denn: „Was ihr da macht, das hat mit Sport nichts zu tun“, erklärte lapidar ein Kommissar.

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