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Biberbach

10.05.2015

Ansprechpartner für alle Generationen

Der erste Vorstand der Bürgergemeinschaft Biberbach: (von links) Johanna Quis, Ingrid Krätschmer, Renato Storch und Claudia Eser.
Bild: Sonja Diller

Welche Ziele die neu gegründete  Bürgergemeinschaft hat

Von Sonja Diller

 Füreinander da sein, um im eigenen Dorf in jedem Alter ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das möchten viele Biberbacher, zeigte das volle Haus bei der Gründungsversammlung der Bürgergemeinschaft Biberbach im Gasthaus Magg. Gut fünfzig Anwesende wählten das erste Vorstandsteam des Vereins, und die meisten füllten auch gleich eine Beitrittserklärung aus. Eine Reihe von Informationsveranstaltungen unter dem Motto „Älter werden in Biberbach“ waren der Vereinsgründung vorausgegangen.

Die Bürgergemeinschaft möchte als eingetragener Verein die Nachbarschaftshilfe fördern, Hilfsbedürftige jeden Alters unterstützen, Selbsthilfegruppen initiieren, aber auch Schulungs- und Fortbildungsangebote für engagierte Bürger zur Verfügung stellen. Das große Ziel einer Einrichtung für ambulante Wohngemeinschaften oder auch einer Tagespflegestation werde man nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn bis dahin sicher noch einige Zeit vergehen werde, so die neue Vorsitzende Johanna Quis.

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Dazu braucht es nicht nur viel Engagement, sondern auch Geld. Daher befasst sich die erste Projektgruppe des Vereins mit der Beantragung von Fördermitteln, die vom bayerischen Staat für Projekte im Bereich der Nachbarschaftshilfe mit Schwerpunkt Seniorenarbeit zur Verfügung gestellt werden. Bis Ende Juni muss der Antrag stehen, hatte die Gemeinderätin und Behindertenbeauftragte Gabi Mader herausgefunden. Es gebe noch eine ganze Reihe weiterer Fördertöpfe, da auf allen politischen Ebenen inzwischen erkannt wurde, wie wertvoll die von den Bürgern geleistete Selbsthilfe ist, so Mader.

Unterstützung in Form personeller Leistungen versprach Bürgermeister Wolfgang Jarasch. Die Schaffung einer Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement sei vom Gemeinderat beschlossen und im Haushalt mit einem Budget für das erste Jahr ausgestattet worden, erklärte er auf Nachfrage. Aktuell sei noch nicht klar, ob die Gemeinde die Stelle mit geplanten zehn Wochenstunden selbst ausschreiben oder einen Träger einsetzen wird. Die Koordinierungsstelle werde allerdings nicht nur die Arbeit des Vereins unterstützen, sondern auch andere Aufgaben übernehmen, so Jarasch.

Was brauchen die Bürger, welche Angebote gibt es bereits im Dorf, und wie können alle sinnvoll kombiniert werden, sind die Fragen, die nun ganz am Anfang der Vereinstätigkeit steht. „Wir möchten das Rad nicht neu erfinden“, unterstrich Quis die Bedeutung bestehender Projekte. Mit einem Beirat, der aus Delegierten aller Ortsteile und aus Vertretern des Gemeinderates, der Kirchen, der Ärzteschaft und der am Ort tätigen Sozialstationen sowie auch aller interessierten Vereine bestehen wird, möchte man die nötige Nähe zu allen Bürgern aufbauen. Über Mund-zu-Mund-Propaganda und mit Informationen im Amtsblatt werden die Biberbacher künftig über die Bürgergemeinschaft auf dem Laufenden gehalten. Wer im Internet unterwegs ist, kann sich unter www.buergergemeinschaft-biberbach.de informieren und einen Newsletter abonnieren. „Wenn es klappt, wird es etwas Großes“, hatte Johanna Quis kurz vor der Versammlung gesagt. Dass es geklappt hat, wurde klar, als sich der Saal im Gasthaus Magg schnell füllte. Mit der durchgängig einstimmigen Wahl von Quis, ihrer Stellvertreterin Ingrid Krätschmer, Schriftführerin Claudia Eser und Kassenwart Renato Storch sprach die Versammlung den Gründern ihr Vertrauen aus.

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