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Kirche

26.10.2020

Antoniuskapelle in Zusmarshausen glänzt mit renoviertem Altar

Der Altar in der Antoniuskapelle wurde kürzlich restauriert.
Bild: Marcus Merk

Plus Spenden machen die Verschönerung in Zusmarshausen möglich. Warum das Gebäude architektonisch ungewöhnlich ist.

Die Antoniuskapelle ist ein Kleinod mitten in Zusmarshausen. Nach der Renovierung strahlt jetzt auch wieder der Altar der Antoniuskapelle in neuem Glanz. Die großzügigen Spenden eines Einwohners von Zusmarshausen und des Katholischen Frauenbunds Zusmarshausen machten die längst fällige Restaurierung des Altares der Antoniuskapelle möglich, berichtet Kirchenpfleger Rudi Demharter.

Abplatzungen wurden neu vergoldet

Restaurator Andreas Goetzke aus Oberottmarshausen und Sabine Klotz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Diözese Augsburg, sorgten bei der Renovierung dafür, dass unter anderem die marmorierten Oberflächen gereinigt, lose Fassungen befestigt, holzstichige Fehlstellungen verleimt, Abplatzungen retuschiert und neu vergoldet wurden. Zudem wurde das Altarbild gereinigt, geglättet und die Leinwand verhärtet.

Schon bei einem Ortstermin im Juli 2019 hatte Sabine Klotz festgestellt, dass die Antoniuskapelle ein architektonisch ungewöhnliches Gebäude ist. Dieses wurde um 1725 wohl unter Wiederverwendung der Chormauern eines Vorgängerbaues im spätbarocken Stil neu errichtet. Renovierungen fanden 1933 und 1961/1962 statt.

Nicht signiertes Altarbild ist wahrscheinlich von Johann Baptist Kaspar

Das nicht signierte Altarbild stammt augenscheinlich aus der Zeit um 1870, wahrscheinlich von Johann Baptist Kaspar, einem akademisch ausgebildeten Historienmaler. Die Malerei wurde im Stil der Nazarener ausgeführt. Kennzeichnend dabei ist die gedämpfte Farbigkeit.

Holzwurm wurde ausgemerzt

Im Zuge der Arbeiten stellte der Restaurator fest, dass die Ölberggruppe und die Grablege mit dem Holzwurm befallen sind. Da zur selben Zeit in Kempten die Kirche St. Hedwig begast werden sollte, ließ die Kirchenverwaltung alle Figuren und das Gestell zur Begasung dorthin bringen. Nun strahlt der Altar der Kapelle wieder und vom Holzwurm geht keine Gefahr mehr aus, freut sich Rudi Demharter.

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