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20.05.2015

„Anwohner sind keine Wutbürger“

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Bürgerinitiative (BI) Lech-Schmuttertal hat zur Versachlichung der Diskussion um die Zukunft der Lech-Stahlwerke aufgerufen. Vorwürfe des Lechstahl-Betriebsrats mit Schlagworten wie „Wutbürger“ und „Störfeuer“ seinen einer Problemlösung nicht dienlich, so die BI in einer Pressemitteilung. Anwohner, die seit Jahrzehnten vom ständig zunehmenden Lärm des Werksbetriebes in ihrer Nachtruhe gestört würden, seien keine Wutbürger. Man sende auch keine Störfeuer aus, wenn man forderte, an den laufenden Gesprächen bei der Regierung von Schwaben zur Lärmproblematik und damit zur Zukunft der Lech-Stahlwerke beteiligt zu werden.

„Hätten mit Sicherheit Grund zur Wut“

„Grund zur Wut hätten die Betroffenen mit Sicherheit“, so die BI in ihrer Pressemitteilung. Doch habe man sich nie mit sinnlosen Vorwürfen hinsichtlich Lärm, Luftschadstoffen oder belastetem Grundwasser zu Wort gemeldet. „Es wurde stets in sachlicher Argumentation und im Dialog mit Behörden und Werksleitung nach Lösungen gesucht“, so Werner Holzhauser vom BI-Vorstandsteam. Die Realisierung des Filters 4 oder der Neubau des Schlackebeets seien Beispiele dafür. Man habe auch keine nächtlichen Fackelzüge durch die benachbarte Zollsiedlung angestiftet, wie das die Betriebsvertretung vor einigen Jahren getan habe.

Die aktuellen Gespräche zu den Lärmemissionen des Stahlwerks seien nur ein weiterer Zwischenstopp auf dem Weg zu einem rechtlich einwandfreien Werksbetrieb, nicht mehr und nicht weniger, unterstrich BI-Vorstand Siegfried Katheder. „Dass diejenigen, die vom Ergebnis Tag für Tag betroffen sein werden, zumindest zuhören wollen, welche Argumente vorgetragen werden, dürfte jedem verständlich sein“, so Katheder. (AL, mst)

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