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Einweihung

29.10.2011

Arbeiten und erholen zwischen Himmel und Erde

Schlüsselübergabe bei der Einweihung des Tagungshotels Kloster Holzen (linkes Bild) mit (von links) Architekt Johann Oertel, Martin Burkhart, Schwester Isentrudis Mayer, den Architekten Andreas Spaett und Uli Sommersberger, Walter Merkt und Manfred Brummer. Hotelleiter Florian Egger (Bild rechts) zeigt eines der Zimmer.
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Schlüsselübergabe bei der Einweihung des Tagungshotels Kloster Holzen (linkes Bild) mit (von links) Architekt Johann Oertel, Martin Burkhart, Schwester Isentrudis Mayer, den Architekten Andreas Spaett und Uli Sommersberger, Walter Merkt und Manfred Brummer. Hotelleiter Florian Egger (Bild rechts) zeigt eines der Zimmer.
Bild: Fotos: Andreas Lode

Das Tagungshotel in Kloster Holzen ist feierlich eingeweiht worden. Dominius-Ringeisen-Werk will damit auch mehr Leben in die Region bringen

Allmannshofen-Kloster Holzen Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist das neue Tagungshotel in Kloster Holzen gestern offiziell eingeweiht worden. „Wir haben etwas geschafft, wovon wir vor Jahren nur träumten“, freute sich Hans-Dieter Srownal, stellvertretender Vorstandsvorsitzender vom Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg als Bauherr. Mit Gottvertrauen, Mut und Phantasie sei man zu Werke gegangen und habe ganz besondere Räumlichkeiten geschaffen, so Srownal vor rund 200 Gästen aus Politik, Kirche und Wirtschaft.

Bis 2009 wohnten in Kloster Holzen Menschen mit Behinderungen. Als klar wurde, dass sich die Gebäude aufgrund veränderter Standards bei der Unterbringung von Behinderten für diesen Zweck nicht mehr eigneten, war guter Rat teuer, so Srownal in einem Rückblick. Was sollte aus der Klosteranlage werden? Der Vorstandsvorsitzende des Dominikus-Ringeisen-Werks, Walter Merkt, hatte dann die Idee mit dem Tagungshotel. Es soll auch Leben in die Region bringen, „denn wir sind zwar eine kirchliche Einrichtung, doch die Kirche ist nahe bei den Menschen und wir fühlen uns mit der Region verbunden“, versicherte Srownal und dankte allen, die das Projekt unterstützt haben.

Projektleiter Martin Burkhart brachte den Gästen dann das große Potenzial von Kloster Holzen näher: „Hier kann man die Erde riechen und den Himmel spüren.“ Es sei der geeignete Ort um den Blick zu weiten und gleichzeitig bei sich zu bleiben. „Jeder Gast kann hier neue Wege entdecken und Antworten finden.“

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Ein Konzept als Grundlage für alle weiteren Überlegungen

Aus diesem Potenzial heraus wurde von Beratern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik das Markenkonzept „Kloster Holzen – zwischen Himmel und Erde“ entwickelt, das Grundlage für alle weiteren Überlegungen beim Umbau war. Wie das Markenkonzept genau aussieht, erläuterten bei der Einweihungsfeier die Professoren Dr. Konstantin Hassemer und Dr. Jan-Dirk Rosche von der Hochschule Konstanz, sowie Martin Schmid, Leiter der Physiotherapie des Bades Krumbad, und Schwester Katharina von der St. Josefskongregation Ursberg. Demnach stehen die vier Himmelsrichtungen von Kloster Holzen für die vier Bereiche Vita Passiva (Ruhe und Balance), Vita Activa (Gastlichkeit und Genuss), Ora (christlich-spirituelle Atmosphäre erleben) und Labora (Lösungen entwickeln, kreativ werden).

Verdeutlicht wurde das den Gästen mit einem Überraschungsgeschenk, einem Würfel. Erfahren und erleben kann man all dies in der Gastwirtschaft und im Biergarten, in Kirche und Klostergarten, in der Loretto-Kapelle mit der heiligen Stiege und im Kreuzgang, aber auch in den 57 neuen, modernen Zimmern, die Schwester Katharina als „Oasen der Ruhe“ bezeichnete, und natürlich in den neuen Tagungs- und Seminarräumen, die insgesamt 750 Quadratmeter einnehmen.

Warum sich auch die Klosterschwestern in dem Tagungshotel engagieren, begründete Schwester Katharina so: „Wir wollen einfach als Gesprächspartner für die Menschen da sein.“ Der Vorstandsvorsitzende vom Dominikus-Ringeisen-Werk, Walter Merkt, ergänzte: „Was wir hier machen, soll Kirche in moderner Form sein.“

Um die Ressourcen dieses Orts zu nutzen und gleichzeitig die denkmalgeschützte Bausubstanz zu schonen, sind die Architekten Ulrich Sommersberger jr. und Andreas Spaett „mit viel Fingerspitzengefühl“ an ihre Aufgabe herangegangen, wie sie bei der Schlüsselübergabe betonten. Die Verlegung des Haupteingangs in den Westhof sei dabei die größte strukturelle Anpassung gewesen. Eine moderne, aber nicht modische Einrichtung sowie Materialien, die Wärme und Behaglichkeit ausstrahlen, sollen es den Gästen leicht machen, sich wohl zu fühlen. Begonnen hatte die Einweihungsfeier mit einem Gottesdienst. Nach dem Festakt segnete Domvikar Josef Heigl das Haus. Eine Steh-Party mit Schmankerln aus der Klosterküche schloss sich an; für Unterhaltung sorgte dabei Perry Paul mit seiner Puppe Amadeus, der auch den Festakt moderiert hatte. "Augsburg-Teil Seite 35

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