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Architekturpreis: Identität bauen

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Kommentar Von Maximilian Czysz
25.03.2019

Im Augenblick werden so viele Häuser wie schon lange nicht mehr aus dem Boden gestampft.

Deutschland befindet sich im Bauwahn. Der Boom hat aber auch seinen Preis: Mit dem in Rekordgeschwindigkeit hochgezogenen neuen Wohnraum droht allzu oft das alte Ortsbild zu verschwinden. Das ist schade. Denn in einer immer globaler und austauschbarer werdenden Welt brauchen wir Gegenpole. Hat deshalb ein Satteldach mehr Reiz als ein Flachdach aus Beton? Das liegt im Auge des Betrachters. Sicher dürfte jedoch sein: Gewachsene Baukultur hat andere funktionale und technische Qualitäten.

In der Konsequenz jetzt eine gestrige Idylle zu beschwören, wäre der verkehrte Weg. Denn mal ehrlich: Ein Baugebiet mit lauter schwäbischen Häuschen, die kleine Fenster und Biberschwanz-Platten auf dem Dach haben, erinnert an ein Freilichtmuseum. Regionale Baukultur darf aber weder rückständig noch provinziell sein.

Gewachsene Qualitäten aufgreifen

Im Gegenteil: Sie muss vielmehr ein lebendiger Begriff sein, der mehr einen Prozess als einen Zustand beschreibt. Baukultur muss gewachsene Qualitäten aufgreifen und sie dann ins Heute übersetzen. Dann gelingt es auch, Identität zu schaffen. Und die verkörpert Heimat.

Hier geht es zum Artikel über drei ausgezeichnete Projekte: Außergewöhnliche Häuser im Augsburger Land

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