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Asyl: Verteilung mit Augenmaß

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Kommentar Von Angela David
31.03.2019

Immer weniger Menschen flüchten sich zu uns nach Deutschland.

Und viele, die schon länger hier sind, könnten längst aus der Flüchtlingsunterkunft ausziehen. Theoretisch. Denn sie finden auf dem derzeitigen Mietmarkt keine Wohnung. Wenn nun immer mehr Unterkünfte aufgelöst werden, müssen die Bewohner wieder umziehen – meist in größere Einrichtungen. Die sind zwar oft zentraler gelegen, dafür müssen die Migranten das Zuhause verlassen, wo sie sich gerade erst eingewöhnt, im Idealfall ein Netzwerk an Unterstützern gefunden haben.

Gerade in kleineren Gemeinden und Stadtteilen klappt die Integration sehr gut, die Flüchtlinge fühlen sich dort inzwischen heimisch. Besonders hart trifft ein erneuter Umzug aber Familien mit Kindern. Sie werden unnötig aus ihrem Umfeld herausgerissen. Sie müssen im schlimmsten Fall die Schule und den Kindergarten wechseln – das heißt, wenn sie am neuen Standort überhaupt einen Platz bekommen. Das ist eine unzumutbare psychische Belastung für die Kinder.

Die Bürgermeister der Kommunen und die Regierung haben die Kosten im Blick, genauso wichtig sind aber auch die Einzelschicksale der Betroffenen. Hier muss man genau hinschauen.

Die Reaktionen auf die Pläne lesen Sie in unserem Artikel: Mehr als 20 Asyl-Unterkünfte werden aufgelöst

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