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Ustersbach

23.08.2018

Auch Richard Link will  Bürgermeister werden

Richard Link ist der zweite Kandidat für das Ustersbacher Bürgermeisteramt. Nominiert hat ihn eine neu gegründete Wählergruppe. 

Eine neue Wählergruppe in Ustersbach schickt den 63-jährigen Richard Link ins Rennen. Zuvor braucht der Flugzeugbauer aber noch weitere Unterstützer.

Willi Reiter bleibt nicht der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt. Wenn es nach der Wählergruppe Ustersbach-Mödishofen geht, soll Richard Link, der am vergangenen Sonntag mit großer Mehrheit im Forum nominiert wurde, die Nachfolge von Bürgermeister Maximilian Stumböck antreten.

Knapp 50 Besucher kamen zu der Nominierungsversammlung. Zu ihr hatte die erst vor rund zwei Wochen gegründete Wählergruppe Ustersbach-Mödishofen aufgerufen. „Wir wollen die Bürgermeisterwahl spannender machen“, meinte Sandra Maninger. Daniela Reitmayer ergänzte: „Bei so einer wichtigen Entscheidung muss eine Alternative vorhanden sein.“ Mit der Nominierung eines zweiten Bürgermeisterkandidaten hätten die Wähler eine Auswahlmöglichkeit. Die sei ein wichtiger Demokratieaspekt, so die beiden Vertreterinnen der Wählergruppe.

Nach circa einer Stunde war dieser Schritt vollzogen. Richard Link lachte erleichtert und nahm zahlreiche Glückwünsche entgegen. 32 Anwesende gaben die ausgegebenen Stimmzettel zurück. Davon verdeutlichten 28, dass er als Kandidat um das Bürgermeisteramt ins Rennen gehen solle.

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Schon einmal für das Amt kandidiert

Zuvor hatte Link dem Publikum versichert, dass er mit seiner früheren Tätigkeit im Gemeinderat kommunalpolitische Erfahrung mitbringe. Darüber hinaus habe er in der Vergangenheit schon einmal für das Amt kandidiert, betonte er. Zudem seien ihm die gegenwärtigen Themen, die der Gemeinde auf den Nägeln brennen, bestens bekannt. Immerhin lebe er seit über vier Jahrzehnten in Mödishofen und sei durch persönliches Interesse nah am Puls der Zeit.

Der 63-Jährige ist von Beruf Metallflugzeugbauer. Zuletzt sei er bei einem der weltweit führenden Zulieferer für zivile und militärische Flugzeugstrukturen als Abteilungsleiter tätig gewesen. Nun befindet er sich im Vorruhestand, ab kommendem Februar offiziell in Pension.

„Meine berufliche Tätigkeit war immer von Herausforderungen geprägt“, erzählte er. Der Umgang mit Menschen, aber auch die Führung von Mitarbeitern, sei hier unabdingbar gewesen. „Für das Amt des Bürgermeisters fühle ich mich nicht zu alt“, sagte er. Er wolle in Ustersbach noch etwas bewegen. Darüber hinaus wolle er für mehr Transparenz sorgen.

Feuerwehrgerätehaus und neue Baugrundstücke haben Priorität

Richard Link – verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern – positionierte sich auch zu einigen kommunalpolitischen Themen. Als größte derzeitige Herausforderung nannte er die Erweiterung der Kindertagesstätte St. Fridolin. Dabei sei er allerdings von dem beschlossenen Anbau an das bisherige Gebäude nicht ganz überzeugt. Er wünsche noch die Prüfung von weiteren Alternativen. Priorität besitze für ihn auch das Feuerwehrgerätehaus und die Ausweisung neuer Baugrundstücke.

Weiter bezog Link Stellung zum Gewerbegebiet. Es sei nicht sinnvoll, überregionale Unternehmen nach Ustersbach zu locken. Vielmehr sei es wichtig, Flächen für expandierende ortsansässige Betriebe zu schaffen. Ein Lob richtete er an die Mitglieder des Gemeinderats. „Mit diesem Gremium kann man einiges bewegen“, war er sich sicher.

Zum Wahlkampf sagte Link: „Ich werde nicht von Haus zu Haus gehen, um um Stimmen zu betteln.“ Das widerspreche seiner Persönlichkeit. Er wolle aber die eine oder andere Veranstaltung für die Bürger organisieren, um sich und seine Ziele zu präsentieren.

Eine wichtige Hürde muss er noch meistern

Noch offen ist, wie es mit der neuen Wählergruppe Ustersbach-Mödishofen weitergeht. „Unser Ziel, Bürger anzusprechen und einen zweiten Bürgermeisterkandidaten vorzustellen, ist erfüllt“, so Sandra Maninger auf Nachfrage unserer Zeitung. Ob die Gruppierung künftig kommunalpolitische Themen in Angriff nimmt, werde sich erst zeigen. Noch muss Robert Link allerdings eine wichtige Hürde meistern. Da er als unabhängiger Kandidat ohne Nominierung durch eine Partei antritt, muss er bis zum Anmeldeschluss am 3. September Unterschriften von insgesamt 50 Unterstützern vorlegen. Erst dann wird er auf dem Wahlschein zur Bürgermeisterwahl am 14. Oktober genannt.

Notwendig wird die vorgezogene Bürgermeisterwahl durch den Rücktritt des amtierenden Gemeindechefs Maximilian Stumböck zum Ende des Jahres. Er legt sein Amt nach 16 Jahren aus persönlichen Gründen nieder.

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