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Landkreis Augsburg

16.04.2019

Auch bei der Jugendarbeit geht’s ums Geld

Das Führungsteam des KJR: (von links) Vorsitzender Josef Falch, Stellvertreterin Mairi MacFarlane, der bisherige Stellvertreter Johannes Jansen und Geschäftsstellenleiterin Sabine Landau. 
Bild: Tobias Karrer

Die Frühjahrsversammlung zeigt, mit welchen Zielen und Sorgen die Organisation im Augsburger Land ins laufende Jahr geht.

Inklusion, Geflüchtete, Medienbildung – das sind nur einige der Themen, mit denen sich der Kreisjugendring (KJR) im vergangenen Jahr auseinandergesetzt hat. Diese Arbeit kommt an: Landrat Martin Sailer lobte in seiner Begrüßungsrede bei der Frühjahrsvollversammlung das politische Engagement der Organisation.

Außerdem verkündete er, dass der KJR in Zukunft mit mehr Geld rechnen dürfe. Einstimmig habe der Kreistag einer Erhöhung der Summe von 320.000 Euro auf über 400.000 Euro zugestimmt.

Eine gute Nachricht für den KJR und alle in ihm organisierten Vereine. Ein Diskussionsthema, das gegen Ende der Sitzung aufkommt, ist nämlich das Geld. Christian Fischer stellt einen Antrag vor, den die evangelische Jugend Augsburg einstimmig beschlossen hat: Es geht um die sogenannten „Aktivitätenzuschüsse“, die der KJR den Verbänden für Projekte, Fahrten, Seminare und Ähnliches zur Verfügung stellt.

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In den vergangenen beiden Jahren war nicht genügend Geld da, um alle Anträge zu bedienen, deshalb entschied sich der Vorstand zu kontingentieren. 2018 wurden bei jedem Antrag vorerst nur 75 Prozent der gewährten Fördersumme ausgezahlt.

Stadtjugendring musste bislang keine Kontingentierung einführen

Fischer erklärt: „Eine Erhöhung der Zuschussmittel ist notwendig, um die hauptsächlich ehrenamtliche Kinder- und Jugendarbeit finanzieren zu können.“ Mittlerweile sei man dankbar, wenn Teilnehmer an Aktivitäten hauptsächlich aus dem Stadtgebiet kämen, erklärt Fischer.

Dann kämen die Zuschüsse nämlich vom Stadtjugendring, der bisher keine Kontingentierung einführen musste. Das Thema Aktivitätenzuschüsse wird jetzt auch die beiden Vorsitzenden des KJR beschäftigen.

Bei der Wahl wurde Josef Falch einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Seit 2013 füllt er das Amt aus. Auf dem Posten seines Stellvertreters fand bei der Versammlung in Meitingen ein Wechsel statt: Johannes Jansen schied aus beruflichen Gründen aus. An seine Stelle tritt Mairi MacFarlane. Ihre Motivation sei es vor allem, viele Projekte weiter voranzutreiben, an denen sie jetzt schon beteiligt ist.

Eines der Themen, das MacFarlane besonders am Herzen liegt, ist die Inklusion. Im vergangenen Jahr hat der KJR verstärkt in diese Richtung gearbeitet, zum Beispiel mit Seminaren zur Arbeit mit Kindern mit Behinderung für Betreuer bei Ferienprogramm und Spielmobil.

Jugendaustausch findet abwechselnd in allen drei Ländern statt

Bei der Versammlung wird auch ein neuer Verein in den KJR aufgenommen. Die „Europäische Jugend Diedorf“ entstand innerhalb des Partnerschaftsvereins Diedorf-Bonchamp. Seit 1990 gebe es schon einen Jugendaustausch, erklärt der Vertreter des Vereins Johannes Christopher. Mittlerweile ist die Organisation eine zweite Partnerschaft mit einer Gemeinde in Tschechien eingegangen.

Der Jugendaustausch findet jetzt abwechselnd in allen drei Ländern statt. Es sei ihnen wichtigen, den europäischen Gedanken zu fördern, sagt Christopher. Die Aufnahme in de KJR hat für ihn mehrere Vorteile: Auf der einen Seite stehe natürlich das Materielle. Viel wichtiger sie aber die Vernetzung mit anderen Organisationen. Sogar die Idee einer Art „Austauschfestival“ im Sommer sei nach seiner Anfrage aufgekommen.

Der KJR blickt bei seiner Frühjahrsversammlung nicht nur auf das vergangene Jahr, sondern auch in die Zukunft. Einige Projekte werden schon vorgestellt. Neben dem Seminar-, Freizeit- und Ferienprogramm wird es zum Beispiel wieder einen „Singoldsandkasten“ geben – ein Kinderfestival in Schwabmünchen.

Die beiden Streetworker aus Königsbrunn kündigen außerdem die Wiederholung ihres Skate, BMX und Scooter-Festivals „Rampa Zamba“ an. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Josef Falch auf den vorläufigen Abschied vom Zeltplatz Rücklenmühle. Im Herbst wird er vorerst geschlossen. Ein neues Jugendübernachtungshaus soll gebaut werden.

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