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Fischach

04.12.2018

Auf Bässe und Blech ist in Fischach Verlass

Hochkonzentriert: Die Trompeten und Posaunen des Fischacher Jugendorchesters. 

Die drei Orchester des Musikvereins sorgen in der Staudenlandhalle für weihnachtliche Atmosphäre. Und der Dirigent steht vor einer besonderen Herausforderung.

Die vielen Besucher gaben den Verantwortlichen des Musikvereins Fischach recht: Der 1. Adventssonntag ist ein guter Zeitpunkt für das Jahreskonzert in der Staudenlandhalle. Und das Schülerorchester zeigte in Rhythmus und Zusammenspiel den immensen Fortschritt, den es in den vergangenen Jahren gemacht hat. Anfangs zaghaft wurden sie zunehmend couragiert und meisterten selbst schwierigste Passagen.

Welche Entwicklung junge Musiker bei richtiger Förderung nehmen können, zeigte das Fischacher Jugendorchester. Was ein guter Mannschaftsgeist bedeutet, wurde bereits im ersten Stück „Olympic Spirit“ (John Williams, Arrangement Jay Bocook) deutlich. Hier stand das Zusammenspiel im Mittelpunkt und auf ein stabiles Bassfundament war Verlass. Bob Sibich dirigierte eindringlich und unterstützte dabei ganz subtil Lena Angerer an der Trompete und Elena Riendl an der Klarinette bei ihren Soli. Auch bei der Zugabe, einem schwungvollen, flotten Marsch vergaßen die Besucher schier, dass hier ein Jugendorchester seiner Spielfreude freien Lauf ließ.

Bass, Glockenspiel und Blockflöten

Anschließend gab es in orchestraler Einheit das Große Blasorchester des Vereins zu erleben. „Little Opening“ (Thiemo Kraas) konnte sich dabei einzig auf die Kürze des Stückes beziehen, keineswegs auf den Ausdruck der Musiker und den Eindruck beim Publikum. Der zweite Dirigent, Christoph Egge, stellte sich bei „Foggy Island“ einer besonderen Herausforderung: Komponist ist sein Bruder Patrick, der selbst im Publikum saß: Eine Schiffsmannschaft entdeckt im Nebel eine geheimnisvolle Insel. Bass, Glockenspiel und Blockflöten – teilweise mit Musikern der Schülerkapelle – und die mystischen Klänge von Theresa Kuceras Oboe zeichneten das Szenario. Vokale Einwürfe hauchten der Mannschaft Leben ein und schließlich steigerte sich die Spannung, bis am Ende wieder Glockenschläge den Nebel durchdrangen.

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Wie sehr sich die Fischacher auf ihr sicheres Schlagwerk, ihre gewaltigen Bässe und ihr tiefes Blech verlassen können, wurde noch einmal bei „Evening at Pops“ (John Williams, Arrangement John Higgins) deutlich.

Als Zugabe konnte die Moderatorin Sarah Strack den Andachtsjodler ankündigen. Und im Dialog zum Gesamtklang entwickelten Vorsitzender Andreas Thoma und Benjamin Völk vom anderen Ende der Halle Trompetenstimmen, die trotz der Entfernung punktgenau erklangen und für eine behagliche vorweihnachtliche Atmosphäre in der Staudenlandhalle sorgte. (lui)

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