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Ustersbach

06.06.2019

Auf Ustersbach kommen hohe Investitionen zu

Der Verwaltungshaushalt der Gemeinde Ustersbach weist auch Ausgaben für den baulichen Unterhalt des Forums auf. 
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Noch kommt die Gemeinde ohne einen neuen Kredit aus. Um die Ausgaben aber zu decken, ist eine kräftige Entnahme aus der allgemeinen Rücklage notwendig.

Der Gesamthaushalt der Gemeinde Ustersbach für 2019 umfasst ein Volumen von 5,55 Millionen Euro. Und die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt nur noch 154,60 Euro pro Einwohner. Die Gemeinde hat jetzt einen soliden Etat für 2019 präsentieren können. In den kommenden Jahren muss sie allerdings hohe Investitionen tätigen.

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Die Einkommensteuerbeteiligung steigt im Vergleich zum Vorjahr um 60.000 auf 660.000 Euro. Das sind die positiven Eckdaten aus dem vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Haushalt – wenn da nicht die Ausgaben wären. Der Verwaltungshaushalt mit 2,89 (Vorjahr: 2,82) Millionen Euro umfasse Gesamtausgaben in Höhe von rund 552.000 Euro, berichtete Kämmerin Sabrina Hitzler. Darin sind unter anderem Zuschüsse an die Kindertagesstätte St. Fridolin, der bauliche Unterhalt des Forums, die Betriebsführung durch die Stadtwerke und der Umbau der Brunnen enthalten.

Die Umlage für den Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Gessertshausen werde mit 290.000 Euro veranschlagt, die Verwaltungsumlage des Schulverbands Ustersbach mit 156.200 und die zum Schulverband Dinkelscherben mit 27.800 Euro, so Hitzler weiter. Für die Bücherei seien Ausgaben von 11.000 Euro berechnet worden. Und das Friedhofswesen schließe voraussichtlich mit einem Defizit von 19.200 Euro ab.

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Der Vermögenshaushalt mit 2,66 (Vorjahr: 2,21) Millionen Euro weist Ausgaben von 1,83 Millionen Euro aus. Hier nannte die Kämmerin unter anderem Planungskosten für den Neubau der Kindertagesstätte, Finanzmittel für Baumaßnahmen in den Baugebieten „Mödishofen Nord-Ost“ und „Bei den Angern“, Geld für den Erwerb von Grundstücken und eines Bauhof-Fahrzeugs sowie bei der Wasserversorgung für Sanierungen und die Planung eines Hochbehälters.

Das heißt: Der Verwaltungshaushalt erwirtschaftet im Jahr 2019 keinen Überschuss. Der Vermögensetat muss deshalb dem Verwaltungsbereich 562.500 Euro zuführen. Um die Ausgaben wiederum zu decken, ist eine Entnahme von 800.000 Euro aus der allgemeinen Rücklage notwendig. Diese sinkt dann voraussichtlich auf knapp 34.000 Euro. Die daraus resultierende gute Nachricht: Für 2019 ist keine Kreditaufnahme geplant.

In den kommenden Jahren würden allerdings Darlehen im Raum stehen, sagte Sabrina Hitzler. Dies begründete sie mit einer Reihe von gemeindlichen Investitionen: „Der Kindergarten muss neu gebaut werden.“ Die komplette Summe müsse vor der Zuschussbezahlung von der Gemeinde getragen werden. Des Weiteren werde zeitnah auch ein neues Feuerwehrgerätehaus benötigt. Außerdem müsse ein neuer Hochbehälter errichtet werden. Darüber hinaus erwähnte Hitzler, dass im Haushaltsplan für 2020 Verpflichtungserklärungen von 370.000 Euro vorgesehen seien: „Diese sind für die Ersatzbeschaffung des Feuerwehr-Löschgruppenfahrzeugs.“

Der Haushalt sowie der Finanzplan für die Jahre 2020 bis 2022 wurden vom Gremium zwar ohne Gegenstimme verabschiedet, dennoch erhob sich eine mahnende Stimme. Gemeinderat Thomas Kögel schätzte die anstehenden Investitionen auf rund fünf Millionen Euro. „Können wir als kleine Gemeinde diesen hohen Betrag überhaupt stemmen?“, fragte er.

Bürgermeister Willi Reiter bejahte die anstehenden enormen Ausgaben. „Aber wir investieren in wichtige Projekte, die alternativlos seien“, meinte er. Und optimistisch: „Gemeinsam schaffen wir das.“ Zweiter Bürgermeister Bernhard Schmid verwies auf die zu erwartenden Zuschüsse. Dann halbiere sich in etwa die Investitionssumme für die Gemeinde. Die Projekte bezeichnet er als Pflichtaufgaben. Er sei sicher, dass die Kommune diese stemmen könne, resümierte er.

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