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Stadtbergen

05.01.2021

Auf dem Sternenweg zur Krippe in der Deuringer Heide

Die Heidekrippe mit ihren Erbauern (von links) Jakob und Ulrich Falke, Petra Börner und David Rabien.
Bild: Ingrid Strohmayr

Plus Die Pfarreiengemeinschaft Stadtbergen schafft trotz Lockdown ein ganz besonderes Erlebnis für die ganze Familie. Was es auf dem Weg zu sehen gibt.

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, die ersten Tage des neuen Jahres liegen hinter uns. Bewusst haben die Verantwortlichen der katholischen Pfarreiengemeinschaft (PG) Stadtbergen im Lockdown darauf verzichtet, ihr im Augsburger Raum wohl einmaliges Projekt, den Sternenweg zur Krippe in der Deuringer Heide zu bewerben.

"Wir wollten in Zeiten von Corona zwar einen Ort anbieten, der zu jeder Zeit und von allen aufsuchbar ist und Weihnachten erlebbar macht“, sagt Initiatorin Petra Börner, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Gabriel in Deuringen. "Allerdings befürchteten wir, dass die Deuringer Heide, die sich bei Spaziergängern, Joggern und Radlern zu einem beliebten Ausflugsort entwickelt hat, noch mehr Menschen anzieht", erklärt Petra Börner. Schließlich gelte es, die Corona-Hygieneregelungen unbedingt einzuhalten.

Sterne führen in der Deuringer Heide die Besucher zur Krippe

Zurück zur Idee der Heidekrippe: Nachdem für Maria und Josef kein Platz in der Herberge war, führte ihr Weg hinaus auf die Felder, zu den Hirten und Schafen, in einen Stall. "Deshalb bot es sich an, die Krippe draußen auf dem Feld aufzubauen, nämlich dort, wo im Sommer die Schafe weiden, an der alten Eiche in der Deuringer Heide. Dann reifte in uns die Idee nach dem Lied, 'Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg' einen Sternenweg zur Krippe zu bauen", sagt Börner. So sollten auch die Sterne die Besucher zur Krippe führen wie die Hirten, aber auch die Könige.

Nachdem es ein Projekt für die ganze Pfarreiengemeinschaft mit Maria, Hilfe der Christen, St. Nikolaus, St. Oswald und St. Gabriel werden sollte, führen die Sternewege auch von Stadtbergen und Leitershofen zur Krippe. Die Ausgangsorte in Stadtbergen an der Streuobstwiese beim Nikolausdamm am Schlaugraben, in Leitershofen an der Kirche St. Oswald und in Deuringen an der Kirche St. Gabriel wurden festgelegt.

Stationen mit Impulsen zur Betrachtung, zum Singen oder zum Gebet

Für das Entwerfen und Sägen zeigten sich Petra Börner und Ulrich Falke verantwortlich, zum Malen kamen Mitglieder des Deuringer Pfarrgemeinderates, coronabedingt immer familienweise, in der Adventszeit zusammen. "Statt Adventszauber, Christkindlesmarkt und Dorfweihnacht waren wir eifrig am Basteln“, sagt Börner und schmunzelt. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit, das Projekt Heidekrippe war vollendet. Auf dem Sternenweg findet der Spaziergänger verschiedene Stationen mit Impulsen zur Betrachtung, zum Singen oder zum Gebet. Die Texte sind so verfasst, dass sie für Kinder, aber auch für Erwachsene geeignet sind.

Über die liebevolle Gestaltung der Heidekrippe freuen sich Kinder wie Erwachsene.
Bild: Ingrid Strohmayr

Besonders freuen sich die Verantwortlichen der PG, dass die Krippe jeden Tag gut besucht wird. Kinder spielen das Krippenspiel nach, Erwachsene sind oft ergriffen und berührt. "Wir bekommen auf den verschiedensten Wegen schöne Rückmeldungen, indem die Menschen ihre Begeisterung und Freude uns zukommen lassen“, sagt Petra Börner. Besonders berührte sie eine Mail der Stadtbergerin Hedi Edinger, die an Heiligabend beim Joggen das Kripplein entdeckte. "Ich war völlig überrascht, was ich da vorgefunden habe: zum einen den schönen Weg mit den Sternen und als Highlight oben auf der Anhöhe die Krippe. Ich hab mich wie ein kleines Kind gefreut."

Auf dem Sternenweg findet der Betrachter christliche Impulse zum Betrachten, Singen oder Gebet.
Bild: Ingrid Strohmayr

Die Krippe wird bis Mitte Januar in der Deuringer Heide stehen. Die PG weist darauf hin, dass die Corona-Regeln zwingend eingehalten werden müssen.

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