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Gersthofen

23.07.2010

Auf dem Weg zu den Jugendlichen

Mehr aufsuchende Jugendarbeit in Gersthofen - eine Umstrukturierung im Jahr 2008 hat dies möglich gemacht. Die Trägerschaft für die Jugendsozialarbeit ging damals nach einem Beschluss des Hauptausschusses an die St.-Gregor-Jugendhilfe über. Von Gerald Lindner

Mehr aufsuchende

Jugendarbeit

in

Gersthofen

- eine

Auf dem Weg zu den Jugendlichen
Umstrukturierung

im Jahr 2008 hat dies möglich gemacht. Die

Trägerschaft

für die

Jugendsozialarbeit

ging damals nach einem Beschluss des

Hauptausschusses

an die St.-Gregor-Jugendhilfe über. "Das frei gewordene Zeitkontingent konnte für den Ausbau und die Etablierung der aufsuchenden Kinder- und

Jugendarbeit

genutzt werden", sagte Sozialpädagogin

Heike Schäfer

. Sie lieferte nun vor dem

Hauptausschuss

ihren ersten Tätigkeitsbericht ab.

Das Arbeitsfeld mobile Kinder- und Jugendarbeit sei in dieser Form noch sehr jung und müsse in der Stadt Gersthofen noch bekannt gemacht werden, sagte Heike Schäfer. Deswegen unterliege es noch einer ständigen Weiterentwicklung, Anpassung und Optimierung. Als Hauptziel ihrer Arbeit nannte sie zunächst einmal die Kontaktaufnahme mit den Jugendlichen und das Vertrauen, das sie gewinnen müsse. Insgesamt führte sie 138 Gespräche mit den Buben und Mädchen, die länger als zehn Minuten dauerten. Die Zahl der kürzeren Gespräche schätzte sie auf 500. Dies habe sich aber ausgezahlt: "Wenn ich heute durchs City-Center gehe, treffe ich zehn bis 20 Leute", sagte die Sozialpädagogin. Dort sei schließlich einer der Haupttreffpunkte für die Gersthofer Jugend. Daher habe sie diesen Ort - nicht zuletzt auch im Umfeld des Wintertraums - insgesamt 60 Mal aufgesucht. Jetzt im Sommer sucht sie auch verstärkt das Freibad Gerfriedswelle sowie den See im Neubaugebiet Ballonstartplatz auf.

Insgesamt 44 Prozent der geführten Gespräche drehten sich um Schule und Beruf, um Integrationsprobleme ging es in 26 Prozent, Konflikte mit dem Gesetz waren in 13 Prozent der Gespräche Thema. "Es gibt viele Jugendliche, die ohne Arbeit sind - das ist das zentrale Problem", so Heike Schäfer.

Gefragt sei sie auch bei Integrationsproblemen, da sehr viele türkische Jugendliche sich in zwei sehr unterschiedlichen Kulturen bewegen: der türkischen zu Hause und der deutschen im Alltag. Dies betreffe vor allem Mädchen. Überhaupt seien derzeit die Hauptnutzer des Angebots männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 17 und 21 Jahren.

Kontakt zu verschiedenen Firmen in der Stadt

Weiter hat Heike Schäfer den Kontakt zu verschiedenen Firmeninhabern in Gersthofen gesucht. Dabei gehe es darum, ein Problembewusstsein zu schaffen und auch Ansprechpartner zu gewinnen. "Je mehr Menschen über den Inhalt meiner Arbeit wissen, desto besser können sie mir Hinweise geben, wenn irgendwo etwas schiefläuft."

Enger Kontakt bestehe auch mit Organisationen wie dem Jugendamt und der Arge Augsburg sowie der Drogenhilfe. "Ich hoffe sehr auf das neue Familienbüro in Gersthofen, um diese Ansprechpartner besser zu vernetzen." Wie Bürgermeister Jürgen Schantin erklärte, wird das Familienbüro am 2. August seine Arbeit aufnehmen. Von Gerald Lindner

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