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Wirtschaftsweise: Teil-Lockdown kaum Auswirkungen auf Wirtschaftskraft

Landkreis Augsburg

15.02.2018

Auferstanden aus Ruinen

So sah es im vergangenen Frühjahr aus, als Bagger das Parkdeck im Innenhof des Landratsamtes platt machten. An der Stelle soll nun ein Bürogebäude mit Tiefgarage entstehen.
Bild: Marcus Merk

Ursprünglich sagte die Politik Nein. Doch jetzt wird das Landratsamt in Augsburg doch ausgebaut. Und es wird teurer.

Das Projekt war schon mausetot. Doch jetzt erlebt es eine Wiedergeburt – und das vielleicht größer denn je. Wenn der Kreistag an kommenden Montag den Haushalt für das Jahr 2018 beschließt, ist darin auch Geld für einen Neubau im Innenhof des Landratsamtes enthalten. 13,5 Millionen Euro sollen für eine Tiefgarage und Büroflächen in den nächsten vier Jahren ausgegeben werden.

Das Vorhaben stand schon einmal auf der Agenda. Anstelle des maroden Parkdecks aus dem Jahr 1978 sollte für gut 10,5 Millionen Euro neu gebaut werden. Das war schon beschlossen. Doch Mitte 2015 traten die Kreisräte aus Kostengründen auf die Bremse und entschieden sich dafür, das alte Parkdeck lediglich zu sanieren. Das Landratsamt sollte seine Raumnot durch Mietflächen in der Nachbarschaft beheben, hieß es damals. Mittlerweile hat die Behörde (mehr als 800 Beschäftigte) aus ihrer Zentrale am Prinzregentenplatz gut 130 Mitarbeiter auf fünf Standorte im Augsburger Stadtgebiet ausgelagert. Hinzu kommen Außenstellen in Schwabmünchen, Stadtbergen und Gersthofen.

Kosten drohten davonzulaufen

Doch auch diese Lösung erwies sich als wenig dauerhaft, als es vergangenes Jahr an die Sanierung des Parkdecks ging. Die Kosten drohten davonzulaufen und so wurde die ursprünglich verworfene Neubaulösung wieder interessant. Zwischenzeitlich bereiteten die Bagger im Innenhof den Boden – das Parkdeck wurde abgerissen. Dass der Neubau im Innenhof inzwischen drei Millionen Euro mehr kosten soll als 2015 veranschlagt, wird mit der allgemeinen Preissteigerung begründet.

Details zu dem Vorhaben, das in den Haushaltsberatungen nicht groß thematisiert worden war, nannte die Bauverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung nicht. Begründung: Man wolle zuerst in den Gremien informieren.

Personalbestand ist stetig gewachsen

Möglicherweise liegt die Zurückhaltung in derzeit laufenden Verhandlungen mit der benachbarten Sparda-Bank begründet. Die Bank, so ist zu hören, erwägt, ihren gegenüber dem Hauptbahnhof gelegenen Parkplatz zu bebauen. Unter Umständen könnten deshalb im jetzigen Bankgebäude Räume frei werden – und das wiederum weckt im direkt daran gebauten Landratsamt Begehrlichkeiten. Der Personalbestand der Kreisverwaltung, deren Zentrale in Augsburg 1978 bezogen worden war, ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.

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