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500 Jahre I

27.01.2014

Auftakt zum runden Jubiläum

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Für die musikalische Umrahmung sorgte das Renaissance-Orchester des St.-Thomas- Gymnasiums Wettenhausen.

Dinkelscherben steigt in sein Festjahr zur Markterhebung ein. Bis in den Herbst hinein wird nun gefeiert

Dinkelscherben Eintauchen in die Zeit vor 500 Jahren konnten die rund 300 Gäste beim offiziellen Auftakt zum Jubiläum der Markterhebung in Dinkelscherben am vergangenen Wochenende.

Nicht allein dass die Besucher schon am Eingang von Frauen in historischen Gewändern mit Getränken und Häppchen begrüßt wurden; das Renaissanceorchester des St.-Thomas-Gymnasiums Wettenhausens sorgte mit der passenden Musik für einen gelungenen Einstieg. Die vier Musiker entlockten einigen fast vergessenen, historischen Instrumenten außergewöhnliche Klänge. Mit Gemshorn, Pommer, Garklein oder Krummhorn wurden alte Töne neu entdeckt. Unter den Musikern war auch Stefanie Baumeister, die Tochter des Dinkelscherber Bürgermeisters Peter Baumeister. Baumeister hatte gemeinsam mit Edgar Kalb die Feierlichkeiten zum Jubiläum angeschoben. Der Bürgermeister selbst konnte aber wegen seiner schweren Erkrankung nicht an dem Festakt teilnehmen. Ihn vertrat zweiter Bürgermeister Peter Kraus.

Ein ganz besonderer Programmpunkt war das Theaterstück, das der Dinkelscherber Autor Willibald Spatz extra für diesen Anlass geschrieben hatte. Das unterhaltsame Stück beruht auf historischen Begebenheiten und zeigt, wie sich die Markterhebung damals abgespielt haben könnte.

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Es beginnt mit dem gefräßigen Domdekan Wolfgang von Zillenhart (gespielt von Stefan Kaiser) und seinem Kapitular (Christoph Lang) an einem üppig gedeckten Frühstückstisch. So geht nach der Messe der Auftrag aus, die Markterhebung in Gang zu leiten. Später finden sich die Gäste dann zur Mittagszeit bei Kaiser Maximilian I wieder – wiederum zu einer Mahlzeit. Äußerst humorvoll wird der Kaiser von Georg Aumann gespielt, der auch im dritten Teil – beim Abendessen – den Dinkelscherber Vogt Hans Maul verkörpert. Großen Applaus gab es am Ende des Stückes für Autor Spatz und seine talentierten Schauspieler.

Ein kurzes Grußwort hielt Landrat Martin Sailer. Er blickte zurück auf angestoßene Projekte und nannte die Helen-Keller-Schule und das Kreisjugendheim als zwei wichtige Einrichtungen des Landkreises in Dinkelscherben. Als ein wichtiges Projekt für die Zukunft nannte Sailer, dass das dritte Gleis der Bahn bis Dinkelscherben weiter verfolgt werden solle, und warnte den CSU-Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz gleich einmal vor seiner Hartnäckigkeit in dieser Frage vor.

Anschließend richtete auch der Dinkelscherbener Eduard Oswald, Vorgänger von Durz, noch einige Worte an die Gäste. Er blickte kurz zurück auf die turbulente Zeit um 1514 und wie es heute, 500 Jahre später, aussehe. „Manchmal ist ein Blick zurück in die vergangenen Jahrhunderte notwendig, um die Gegenwart zu verstehen“, so Oswald. Als Beispiele nannte er die Bedeutung eines Marktes damals und wie die digitale Welt unser Einkaufen und Handeln heute verändert habe. Besonders freute sich Oswald, dass der Kreisheimatpfleger Prof. Dr. Walter Pötzl für eine Gastrede gewonnen werden konnte. Als Dank für dessen unerlässliche historische Arbeit für die Orte des Landkreises überreichte er ihm im Namen der Bürgerschaft von Dinkelscherben eine besondere Medaille, die vor bald 25 Jahren aus Anlass der Wiedervereinigung Deutschlands geprägt wurde.

Mit gut gelaunten Gesichtern und voller Vorfreude auf das Jubiläumsjahr endete der offizielle Teil des Festaktes. Im Anschluss standen die Gäste noch lange zusammen, um mit dem einen oder anderen Gläschen auf die 500 Jahre Markterhebung anzustoßen. Und besondere Vorfreude herrschte natürlich schon auf die vielen Veranstaltungen, die in Dinkelscherben im Festjahr stattfinden werden.

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