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Thierhaupten

16.05.2018

Aumüller investiert 750.000 Euro

Annerose Aumüller (links), Florian Aumüller und Ramona Meinzer setzen die neue Maschine in Gang.
Bild: Steffi Brand

Warum sich der Betrieb aus Thierhaupten ein neues Bearbeitungszentrum leistet und welche Rolle der Faktor Mensch dabei spielt. 

Nach Informationen rund um die „Neue“ bei der Firma Aumüller Aumatic GmbH war es soweit: Zu dritt betätigte das Führungsteam den roten Knopf an der Maschine, die das Unternehmen 750000 Euro gekostet hat. Geschäftsführerin Ramona Meinzer, Annerose Aumüller, die Frau von Firmengründer Michael Aumüller, und Sohn Florian Aumüller setzten die Maschine in Gang. Umjubelt wurde dies von der Schar an Mitarbeitern, die sich alle versammelt hatten, um mit der Geschäftsleitung die „Neue“ zu feiern.

Die „Neue“ ist ein Bearbeitungszentrum (BAZ) der Firma Schirmer. „Es handelt sich dabei um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte“, erklärte Geschäftsführerin Ramona Meinzer. Warum diese Investition nötig war, beschrieb sie mit einem Exkurs in die Vergangenheit. Um jedes Getriebe kommt bei der Firma Aumüller ein Gehäuse und das muss erst gefertigt werden. Vor dem Einzug der „Neuen“ war der Aufwand dafür enorm. Mehrere Arbeitsschritte, Maschinen und Mitarbeiter waren nötig, um die Profile zu erstellen, die nun automatisch durch die „Neue“ gefertigt werden.

Eine Investition in den Standort Thierhaupten

„Wir fertigen auch das karierte Maiglöckchen“, erklärte Ramona Meinzer lachend. Klar dabei ist: Die Investition in die Maschine ist auch eine Investition in den Standort Thierhaupten. Grund genug für Thierhauptens Bürgermeister Toni Brugger, zum Festakt zu kommen.

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Produktionsleiter Jürgen Sattich ging in seiner Ansprache auf die technischen Details der Maschine ein: Das Gerät misst 19,5 Meter in der Länge und viereinhalb Meter in der Tiefe. Damit können mit geringen Rüstzeiten und einer flexiblen Fertigung 110000 Profile im Jahr gefertigt werden, bei der aktuellen 37-Stunden-Schicht.

Vollautomatisierung entspricht nicht der Firmenphilosophie

Seit drei Wochen ist die neue Produktionsanlage in Betrieb. Die Sorge, dass die Automatisierung bei der Firma Aumüller so große Kreise zieht, dass in den Hallen irgendwann einmal nur noch Maschinen und Roboter zu finden sein werden, kann Florian Aumüller zerschlagen: Die Produktion sei geprägt von vielen manuellen Arbeitsschritten. Die Stückzahlen seien für eine Vollautomatisierung eindeutig zu gering und dies entspreche auch nicht der Firmenphilosophie.

Faktor Mensch bleibt in Thierhaupten wichtig

„Die Idee von Industrie 4.0, die Zusammenarbeit von Roboter und Menschenhand, passt besser zu uns“, erklärt er. So könne beispielsweise erreicht werden, dass schwere oder monotone Arbeiten von Maschinen übernommen werden. Der Faktor Mensch bleibe aber ein wichtiger Faktor in Thierhaupten.

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