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Landkreis Augsburg/Köln

21.08.2019

Aus dem Augsburger Land in die World of Warcraft

Luca (15) und Bastian (19) aus Stettenhofen sind für zwei Tage auf die Gamescom in Köln gefahren. Dort sind sie unter Gleichgesinnten.
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Luca (15) und Bastian (19) aus Stettenhofen sind für zwei Tage auf die Gamescom in Köln gefahren. Dort sind sie unter Gleichgesinnten.
Bild: Wonnerle

Bis Samstag läuft in Köln die Spielemesse Gamescom. 350.000 Besucher informieren sich über  neueste Trends und auch das Augsburger Land ist gut vertreten.

Die Zeiten, wo ein Bonanza-Fahrrad, ein Walkman oder ein Plattenspieler die Herzen höherschlagen ließ, sind schon lange vorbei. Und Pacman, Tetris oder Donkey Kong locken bestenfalls noch ein paar Nostalgiker vor den Bildschirm. Heute ist die Jugend im Borderland unterwegs, bewegt sich in der World of Warcraft oder zockt mit Fifa 20. Und wer ganz aktuell sein will und schon Wochen vor dem aktuellen Verkaufsstart der neusten Spiele am Controller loslegen will, der fährt zur Gamescom. Bis Samstag präsentieren auf der Messe in Köln dort die Spielehersteller ihre Neuigkeiten. Und auch das Augsburger Land ist dort zahlreich vertreten.

Mit dabei sind unter anderem Luca, 15, und Bastian, 19, aus Stettenhofen. Auch Markus Reuss aus Gablingen ist mit seiner Tochter zwei Tage lang in der Domstadt. Martin Scholz wohnt ebenfalls im Landkreis und bleibt sogar bis Sonntag in Köln. „Für uns ist es das erste Mal“, schreibt er. Doch einmal im Leben müsse man die Spielemesse mitgemacht haben, ist er überzeugt. Ähnlich denken rund 350.000 Besucher, die sich bei den etwa 1000 Ausstellern informieren wollen.

Ein taktischer Ego-Shooter

Luca aus Stettenhofen ist nun bereits das zweite Mal auf der Gamescom. „Ich war letztes Jahr schon mit meinem Vater einen Tag dort, und dieses Jahr bin ich zwei Tage mit dem Freund meiner Schwester dabei“, sagt er. Ihn interessieren vor allem die Spiele Minecraft und Rainbow Six Siege. Letzteres ist ein taktischer Ego-Shooter, der seit vier Jahren auf dem Markt ist. Dieses Spiel ist auch eine der Disziplinen bei den E-Sport-Meisterschaften. Wettbewerbe, bei denen es mittlerweile um Preisgelder in Millionenhöhe geht.

Aus dem Augsburger Land in die World of Warcraft

Auch Luca greift für sein Hobby gerne auf sein Erspartes zurück. „So ungefähr 200 Euro pro Jahr gebe ich für Computerspiele aus“, sagt der 15-Jährige. Und damit gönnt er sich dann „zwischen 14 und 21 Stunden“ Zockerei pro Woche.

Etwa 25 bis 30 Stunden pro Woche zocken

Auf ein paar Stunden mehr kommt der Freund seiner Schwester. „Bei mir sind es etwa 25 bis 30 Stunden pro Woche“, sagt Bastian. Und räumt ein: „Ab und zu auch mehr“. Diesen Spaß lässt sich der 19-Jährige durchschnittlich 60 bis 70 Euro im Monat kosten. Geld gibt er jedoch nur für Spiele aus, „nicht für Ingame-Währungen“. Dies sind geldwerte Tauschmittel, mit denen unter anderem Dienstleistungen gekauft werden können. Wer beispielsweise „Farmerama“ spielt, kann sich mit „Moospennys“ neue Düngemittel für die eigenen Felder erwerben. Diese spielerischen Vorteile kosten jedoch reales Geld.

Bastian ist auch ein Fan der E-Sport-Meisterschaften. „Die sind immer sehr spannend – vor allem wenn die Spieler dann auch aufs Ganze gehen, wie beispielsweise bei der letzten Call of Duty Championship.“ Seine persönlichen Lieblingsspiele sind „Borderlands 3, Call of Duty: Modern Warfare, Yu-Gi-Oh, Cyberpunk 2077, Ghost Recon Breakpoint und Doom Eternal“. Ob Bastian sich sogar eine professionelle Karriere als E-Sportler vorstellen kann? „Ja natürlich“, sagt er, „sofern man ein starkes Team hat …“

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