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Dinkelscherben

09.12.2019

Aus dem hohen Norden ins Rathaus?

Der 39-jährige Markus Weil will Bürgermeister in Dinkelscherben werden. Die Freien Wähler und die SPD unterstützen seine Kandidatur.
Bild: Foto: Markus Weil

Die Freien Wähler in Dinkelscherben und die SPD schicken einen parteilosen Kandidaten für das Bürgermeisteramt ins Rennen.

Die Ortsverbände der Freien Wähler und der SPD haben ihren Kandidaten für das Amt des Rathauschefs nominiert. Der 39-jährige Markus Weil will Dinkelscherber Bürgermeister werden. Er tritt parteilos gegen den amtierenden Bürgermeister Edgar Kalb und den Kandidaten der CSU, Ulrich Fahrner, an. Noch arbeitet Weil im Bremer Landtag. Wie kommt es, dass er diesen gegen das Dinkelscherber Rathaus tauschen möchte?

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Aufgewachsen ist Weil in Stuttgart und Markgröningen (Baden-Württemberg). Nach seinem Zivildienst arbeitete er in der christlichen Seefahrt in Norddeutschland. „Mein Ziel war und ist es, über kurz und lang wieder in südlichere Gefilde zu ziehen“, sagt Weil. Dass die Freien Wähler in Dinkelscherben nach einem Bürgermeisterkandidaten suchten, habe er durch seinen Bruder erfahren. Er ist wissenschaftlicher Referent bei den Freien Wählern im Bayerischen Landtag. Weil selbst ist bislang als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die FDP-Fraktion im Bremer Landtag tätig. „Hier bin ich für die Bereiche Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Umwelt, Energie und Klimaschutz und Landwirtschaft zuständig“, sagt Weil. Davor arbeitete er in der Seefahrt, der Automobilbranche und der Unternehmensberatung. Studiert hat Weil in Deutschland, Neuseeland und Thailand.

Trinkwasser als ein wichtiges Thema

Von der großen weiten Welt soll es nun nach Dinkelscherben gehen. Weil hat sich bereits einige Themen vorgenommen, die er in der Marktgemeinde angehen will. „Zum einen ist mir die Haushaltsdisziplin wichtig“, sagt er. Nicht dringende Vorhaben müssten zurückgestellt werden. Dringend hingegend sei zum Beispiel das Thema Trinkwasser. „Die Trinkwasserversorgung muss nachhaltig aufgestellt werden, sodass eine kostenintensive Wasseraufbereitung vermieden werden kann“, sagt Weil. Er poche auf „konstruktive und sachliche Zusammenarbeit“ mit allen Beteiligten, um die Maßnahmen baldmöglichst zum Abschluss zu bringen. Auch den Hochwasserschutz entlang der Zusam möchte Weil angehen. Außerdem setze er sich für den Bau eines dritten Gleises entlang der Bahnlinie Augsburg–Ulm ein.

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Kommunalpolitisch ist Weil bereits gut im Bilde. Auf seiner Agenda stehen alle großen Themen der Kommune. So will Weil sich zum Beispiel auch für einen nachhaltigen Erhalt des Dinkelscherber Spitals einsetzen. Die Finanzierung müsse gesichert, die Verfügbarkeit von Fördergeldern geprüft werden.

Steigende Einwohnerzahlen

Dinkelscherben liege in einer „prosperierenden Region mit steigenden Einwohnerzahlen“, sagt Weil. Durch seine Lage und die Wirtschaftskraft der Region gebe es große Chancen für die Gemeinde. Das wolle Weil nutzen. Seine Ziele: Stärkung der Ortskerne, mehr Gewerbe, Stärkung der medizinischen Infrastruktur, Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und den Ressourcen. Weil hat sich also viel vorgenommen. Und privat? „Ich bin verheiratatet und habe drei Kinder im Alten von 7 Monaten und neun Jahren“, erklärt Weil. In seiner Freizeit reise er gerne, entdecke fremde Kulturen oder unternehme etwas mit seiner Familie. Auch auch dem Rad sei er gerne unterwegs. Die 28 Stimmberechtigten der Dinkelscherber Freien Wähler und der SPD haben Markus Weil einstimmig nominiert.

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