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Verkehr

11.04.2018

Ausbau-Proteste: Gemeinden halten jetzt dagegen

Der Peterhof liegt an der Straße zwischen Heretsried und Holzhausen, die ausgebaut werden soll.
Bild: Marcus Merk

Mehrere Holzwinkel-Kommunen kündigen eigene Petition an, damit die neue Staatsstraße 2036 wie geplant kommt

Gestern Nachmittag trafen sich die Gegner des Vollausbaus der Staatsstraße 2036 zwischen Holzhausen und Heretsried, um ein Resümee zu ziehen, nachdem sie ihre Petition gegen den diskutierten Vollausbau in München übergeben hatten. Gleichzeitig kündigten die Gemeinden aus dem Holzwinkel eine eigene Petition an, um klarzustellen: Sie wollen den Ausbau, wie er vom Staatlichen Bauamt Augsburg ins Auge gefasst wird.

Im Schreiben an die Landtagspräsidentin heißt es: Für die betroffenen Kommunen, die über die Staatsstraße 2036 erschlossen sind, stelle der Ausbau eine wichtige Verkehrsverbindung sowohl nach Augsburg, Gersthofen als auch nach Wertingen her. Heretsrieds Bürgermeister Heinrich Jäckle übermittelte im Namen seiner Kollegen Erna Stegherr-Haußmann (Adelsried), Peter Bergmeir (Markt Welden), Johann Gebele (Laugna), Michael Müller (Emersacker) und Bernhard Walter (Altenmünster) die Petition und bat um einen Termin in der Landeshauptstadt im Laufe der nächsten Woche. Auch Anton Gleich, der Bürgermeister von Bonstetten, unterstützt persönlich das Anliegen.

Die Gegner kritisieren die Pläne des Straßenbauamts als überzogen. Sie wünschen sich vielmehr eine Sanierung der Strecke. „Wir wollen einen Ausbau in einer bewohnerfreundlichen, naturverträglichen, Kosten-Nutzen-optimierten Form“, sagt der Gablinger Gemeinderat Albert Eding unisono mit der Kreisgruppe Augsburg des Bund Naturschutz. Die Ausbaugegner bemängeln unter anderem, dass für die Begradigung und Verbesserung der Sichtverhältnisse mitten im Naturpark Westliche Wälder 3,5 Hektar Wald gefällt werden sollen. Jüngst wurden Plakate, die sich gegen den Ausbau der Staatsstraße 2036 zwischen Holzhausen und Heretsried richten, mit roten Luftballons bestückt. Im Genehmigungsverfahren haben Bund Naturschutz, Stadt Gersthofen und Gemeinde Gablingen bereits Einwände erhoben, Letztere sogar eine Petition an den Landtag beschlossen.

Eine weitere Petition – aus dem Gersthofer Blickpunkt – hatte, wie berichtet, die W.I.R.-Fraktion im Gersthofer Stadtrat gestartet. „Ich habe an Ältestenrat und die anderen Fraktionen appelliert, sich zu beteiligen“, sagte Fraktionssprecher Georg Brem. „Aber man war dort der Ansicht, die ablehnende Stellungnahme der Stadt im Bebauungsplanverfahren reiche aus.“ Gestern wurde die Petition im Landtag übergeben.

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