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Ausgesperrt und abkassiert

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Kommentar Von Maximilian Czysz
18.07.2018

Es ist leider keine Seltenheit: Unseriöse Anbieter zocken Menschen in Notsituationen ab.

Opfer sind nicht nur wehrlose Senioren. Es trifft auch jüngere Menschen, wie das Beispiel der 31-Jährigen aus Neusäß zeigt. Ein anderes Schlüsselerlebnis meldete die Polizei vor einigen Wochen aus Zusmarshausen: Ein junger Mann hatte sich wie die Neusässerin ausgesperrt und ebenfalls übers Internet einen Notdienst gesucht, gefunden und dann bestellt. Die Quittung bekam er danach: Er sollte 450 Euro für eine Dienstleistung von 25 Minuten zahlen.

Der Schlüsseldienst kam zwar aus der Region, arbeitete aber als Subunternehmer für eine deutschlandweit agierende Agentur. Die kauft sich Einträge in Telefonbüchern. Auch im Internet sorgt sie dafür, dass sie von Suchmaschinen an oberster Stelle gelistet wird. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, bei Menschen in Not einen Treffer zu landen. Denn die haben in der Situation nur eines im Kopf: Wie komme ich schnell wieder in meine Wohnung? Und wer kann mir helfen? In der Verzweiflung behalten die wenigsten einen klaren Kopf. Deshalb hilft nur eines: Für Notfälle immer einen Ersatzschlüssel hinterlegen, am besten bei den netten Nachbarn.

Zum Bericht über den vermeintlichen Notdienst

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